FÖJ Blog

Lydias FÖJ 2018/2019

Hallo zusammen!


Ich heiße Lydia und werde für ein Jahr als FÖJlerin die Museumspädagogen im OZEANEUM bei ihrer Arbeit unterstützen. Wie sich mein Alltag hier gestaltet und was für spannende Dinge so passieren, könnt Ihr in meinem FÖJ-Blog mitverfolgen.


Viel Spaß beim Lesen!
Eure Lydia

Ein Neubeginn - oder doch noch nicht?


„Auf mich kommt jetzt eine große Veränderung zu. Von zu Hause ausziehen, alleine wohnen, noch keinen kennen und ein FÖJ im OZEANEUM beginnen.“ - Dachte ich jedenfalls. Nach dem großen Umzug folgten zwei sehr interessante Tage in meiner Einsatzstelle. Zuerst wurde ich allen vorgestellt (das sind ganz schön viele Namen zu merken, kann ich euch sagen!). Ich durfte dann auch schon eine Schulklasse bei einer Führung begleiten und bei einer Rallye mithelfen. Auf der Dachterrasse hatte ich die Möglichkeit, den Pinguinen bei ihrem Training zuzuschauen. Es soll nämlich erforscht werden, wie Pinguine unter Wasser hören können. Dafür müssen sie erst einmal lernen, ihren Kopf ruhig zu halten. Nach diesen ersten zwei ereignisreichen und interessanten Tagen ging ich voller Vorfreude auf die nächsten Tage und Wochen am Abend schlafen, ohne zu ahnen, dass der restliche September anders als geplant verlaufen würde. Wegen einer OP war ich nun einen Monat krankgeschrieben und verbrachte den ersten Monat meines FÖJs nicht wie geplant an der Ostsee, sondern in der hunderte Kilometer weit entfernten Heimat bei meiner Familie. Jetzt freue ich mich aber umso mehr auf meinen zweiten Start im OZEANEUM.

Auf dass jetzt alles gut geht!
Bis zum nächsten Mal!
Eure Lydia

Zurück im OZEANEUM


Es war Ferienzeit in Mecklenburg-Vorpommern und viele kleine und große Besucher kamen in das OZEANEUM, um sich die interessanten Ausstellungen und schönen Aquarien anzusehen. Zu diesem Anlass gab es natürlich auch Aktionen und Führungen. Unter anderem das Familienquiz.
Zu zweit erklärten wir anhand von echten Barten, Walzähnen, einem Haigebiss und vielen anderen tollen Präparaten, wie unterschiedlich Meerestiere fressen.

Am Ende der Ferien besuchte Willi Weitzel das OZEANEUM und hielt seinen Multivisionsvortrag, „Willis wilde Wege“. Vielleicht kennt Ihr ihn ja aus der Kinderserie „Willi will’s wissen“. In der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere berichtete er von seinen vielen Abenteuern und ging außerdem darauf ein, wie wir selbst zum Schutz der Meere beitragen können.

In der ersten Woche nach den Ferien kamen dann viele Schulklassen. Sie werden über einen längeren Zeitraum regelmäßig in das OZEANEUM kommen, um viel über das Meer und seine Bewohner zu lernen; sogenannte AGs. Damit die Kinder sich einen ersten Überblick über das Haus verschaffen konnten, machten sie eine Rallye. Dabei durfte ich sie begleiten und unterstützen.

Auch ich bekam die Möglichkeit noch mehr über meine Einsatzstelle zu erfahren und verschiedene Bereiche kennenzulernen. So durfte ich an einem Tag die Aquarianer begleiten.
Nach dem Vorbereiten des Futters für die Aquarienbewohner, konnte ich ein paar Tiere füttern. Zum Beispiel die Seedahlien, eine Anemonenart, die Fische im Helgolandtunnel oder die Haie und Rochen im großen Becken „Offener Atlantik“. Um 12.00 Uhr durfte ich sogar bei der kommentierten Pinguinfütterung auf der Dachterrasse dabei sein! Als ich zusammen mit einer Tierpflegerin zu den kleinen Frackträgern gegangen bin, kamen sie alle schon hungrig angewatschelt. Ich gab einem nach dem anderen einen Fisch. Die Tiere verhalten sich beim Fressen sehr unterschiedlich. Während ein Pinguin gierig nach den Fischen geschnappt (und dabei auch meinen Finger erwischt) hat, hat ein anderer geduldig gewartet und mir die Fische ganz vorsichtig aus der Hand gefressen.

Neben dem Aquarienbereich des OZEANEUMs hatte ich auch die Möglichkeit, das Meeresmuseum kennenzulernen. Nach einem kurzen Überblick über das Museum und seine Ausstellungen, bereitete ich zusammen mit dem dortigen FÖJler eine Veranstaltung für eine KiTa-Gruppe vor. Es ging um die Arktis und die Antarktis und was ein Polarforscher an diesen extrem kalten Orten benötigt, um zu überleben. Dafür hatten wir unter anderem ein Zelt aufgebaut. Außerdem zeigten wir den Kindern die besonders dicke und warme Kleidung, die man im ewigen Eis trägt und was es dort zu essen gibt. Die kleinen Besucher durften sogar die großen Schneestiefel anziehen und spezielles Müsli für Polarforscher probieren.
Passend dazu gab es einen Vortrag von zwei echten Polarforschern. Sie berichteten unter anderem über das Schiff „Polarstern“ und die verschiedenen Forschungsstationen an den „Enden der Welt“.

Bis bald!
Eure Lydia

Es ist immer etwas los

 

Hallo ihr Lieben!

Schon ist ein weiterer Monat rum, die Zeit vergeht hier wirklich sehr schnell. Das liegt wahrscheinlich daran, dass so viele neue, spannende Dinge passieren!
Anfang des Monats konnte ich zum Beispiel für zwei Tage im Besucherservice mithelfen. Die Aufgaben sind breit gefächert, sodass ich Eintrittskarten scannen und Kommentierungen begleiten durfte. Außerdem habe ich an der Kasse Tickets und im Museumsshop Souvenirs verkauft.

Im Meeresmuseum gibt es Kinder- und Jugendclubs, die sich regelmäßig nachmittags treffen. Ein paar dieser Treffen habe ich begleitet. Einmal durften die Kinder im OZEANEUM hinter die Kulissen der Aquarien blicken und ein anderes Mal besuchten sie das Theater, um an einem Workshop zu dem Stück „Die kleine Nixe Rusalka“ teilzunehmen.

Für einen Tag durfte ich auch bei einer Schweinswal- und Robbensektion dabei sein. Dabei soll festgestellt werden, woran diese tot aufgefundenen Tiere gestorben sind. Das wollte ich gern schon länger einmal machen und habe mich sehr gefreut, dass es nun so weit war. Jedoch war die Vorfreude bald „verflogen“ als sich der starke Geruch der verwesenden Tierkörper breitmachte. An den musste man sich erst einmal gewöhnen (soweit das denn möglich war). Nachdem ich dann diese Hürde überwunden hatte, wurde es sehr interessant. Jedes der Tiere wurde genau vermessen, unter anderem die Gesamtkörperlänge, die Flossen und diverse Umfänge. Danach wurden die Körper der Tiere geöffnet und die einzelnen Organe genau begutachtet. Eine Person schrieb dabei immer Protokoll und notierte alle Werte und Ergebnisse. Außerdem wurden von jedem Tier Proben verschiedenster Körperteile genommen, die dann in einem Labor noch genauer untersucht werden. Als die Sektion vorbei und der Raum wieder gereinigt war, ging es auf dem Fahrrad zurück nach Hause und ab unter die Dusche. Danach habe ich gleich noch meine Kleidung gewaschen, um den Geruch so schnell wie möglich wieder loszuwerden und alles zu reinigen.

Am nächsten Tag fand eine Taschenlampenführung statt. Da die Tage jetzt zum Winter hin immer kürzer werden und es schneller dunkel wird, gibt es diese öfter. Nach Öffnungszeit, wenn das OZEANEUM schon komplett leer und dunkel ist, erkunden wir zusammen mit den kleinen Entdeckern die Aquarien und Ausstellungen. Ausgerüstet mit einer Taschenlampe geht es dann los ins Dunkle und wir finden zusammen heraus, ob die Tiere im Aquarium nachts schlafen und ob sie auch, so wie wir, ins Bett gehen. Manchmal kann man sogar einen streng bewachten Schatz finden…
Auch war ich in diesem Monat zum ersten Mal bei einem FÖJ-Seminar. Das Erste hatte ich leider verpasst. Mit dem Zug ging es nach Burg Stargard, in eine Jugendherberge, wo ich endlich die anderen FÖJler aus MV kennengelernt habe. Wir machten unter anderem eine kleine Wanderung und hörten einige Vorträge zu den Themen Nachhaltigkeit, faire Kleidung und Naturschutz. Außerdem durften wir einiges selbst machen und ausprobieren. Beispielsweise Simulationsspiele zur Forstwirtschaft oder zur Kleiderproduktion in Entwicklungsländern. Wir konnten zudem selbst verschiedene Dinge nähen oder Taschen bedrucken. Am letzten Abend schlossen wir das Seminar mit einem Lagerfeuer und Stockbrot ab.

Ende November fand der „Marktpatz Kultur und Schule in M-V“ in Barth statt. Dort trafen sich viele Institutionen, unter anderem verschiedene Theater oder Museen. So war auch das OZEANEUM vertreten. Der Marktplatz dient dazu, dass kulturelle Einrichtungen miteinander und mit Schulen in Kontakt kommen und in Zukunft eventuell auch gemeinsame Projekte auf die Beine stellen.

Außerdem hat das OZEANEUM im Ostseeaquarium einen Neuzugang. Ein kleiner Zirrenkraken ist Ende des Monats in sein neues Becken eingezogen.

Nun ist schon Dezember und Weihnachten steht vor der Tür. Das heißt, man kann wieder gemütlich über die Weihnachtsmärkte schlendern, Punsch trinken und Plätzchen backen. Auch ist es die Zeit, in der viel gebastelt wird. Wer noch einen schönen Anhänger für seine Geschenke sucht, kann sich auf der Internetseite kindermeer.de inspirieren lassen und sich einen Bastelbogen für Geschenkanhänger ausdrucken. Wenn man das OZEANEUM besucht, wird man im Foyer schon von einem schönen, geschmückten Weihnachtsbaum empfangen. Außerdem gibt es immer zu den Adventssonntagen tolle Aktionen. Schaut doch mal vorbei!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Advents- und Vorweihnachtszeit!
Bis bald,
Eure Lydia 

It’s beginning to look a lot like christmas


Hallo ihr Lieben,

das Jahr 2018 neigt sich nun schon dem Ende zu. Weihnachten steht vor der Tür und damit auch ein neues Jahr!

Das OZEANEUM wurde bereits auch schön geschmückt: Neben dem Weihnachtsbaum im Foyer, von dem ich Euch im November schon berichtet hatte, leuchtet nun auch ein Orca an der Fassade Richtung Stadt. Damit reiht sich das Museum in das weihnachtlich leuchtende Stadtbild von Stralsund ein.

Zusammen mit den Kindern des Jugendclubs des Meeresmuseums haben wir die Generalprobe zu der Kinderoper „Die kleine Nixe Rusalka“ angesehen. Passend dazu waren wir im November schon einmal im Theater, um an einem Tanzworkshop teilzunehmen. Nach der Aufführung gab es für den Club noch gemütliches Plätzchen- und Kuchenessen.

Gemütliches Zusammensein gab es auch bei der Weihnachtsfeier des OZEANEUMs. Unter den Walmodellen, in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere, feierten wir gemeinsam mit den Mitarbeitern des MEERESMUSEUMs. Natürlich durfte auch das „Über-den-Weihnachtsmarkt-Schlendern“ nicht fehlen.

An dieser Stelle verabschiede ich mich von Euch für dieses Jahr. Ich werde an Weihnachten nach Hause zu meiner Familie fahren. Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019!

Eure Lydia

Frohes neues Jahr!

 

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht!

Zu Jahresbeginn wurde etwas Besonderes im OZEANEUM präsentiert: Eine Briefmarke, die auf den Schweinswal aufmerksam machen soll. Der Schweinswal ist der einzige Wal der in Deutschland, in der Ostsee, heimisch ist. Dieses Säugetier ist jedoch leider durch zunehmenden Lärm und die Verschmutzung der Meere gefährdet. Auch stellen die Fischernetze eine lebensbedrohliche Gefahr für die kleinen Wale dar. Durch die Briefmarke wird jetzt auf diesen Wal und seine Gefährdung aufmerksam gemacht.

Im neuen Jahr kommen auch wieder einige Schulklassen, um interessante Dinge über das Meer und dessen Bewohner zu lernen. Mitte Januar fanden beispielweise mehrere Fischsektionen statt. Nachdem sich die Schüler verschiedene Wirbeltiergruppen genauer angesehen hatten, durften sie in Gruppen Fische sezieren und verschiedene Körperteile und Organe unter dem Mikroskop betrachten. Hier könnt Ihr eine Schuppe von einer Plötze sehen.

Für das OZEANEUM und MEERESMUESEUM gibt es neue Flyer, welche unter Anderem in verschiedenen Hotels und Touristeninformationen ausgelegt werden. So bin ich an einem schönen Wintertag mit dem Marketing-Team in den Norden der Insel Rügen gefahren, um diese zu verteilen. Auf der Fahrt konnte man viel von der verschneiten Landschaft und dem Strand sehen!

Winterliche Grüße,
Eure Lydia

Halbzeit


Hallo ihr Lieben,

jetzt bin ich schon ein halbes Jahr hier im OZEANEUM.  Die Zeit bis jetzt ist wie im Flug vergangen und ich kann hier so viele neue Sachen kennen lernen und ausprobieren!

Anfang Februar waren in MV Winterferien und im OZEANEUM gab es tolle Ferienangebote. Zum Beispiel konnten neugierige Kinder an einer Führung teilnehmen, in der es um Seeschlangen und andere Meeresmonster ging. Außerdem gab es die Möglichkeit, einer Krabbe, im wahrsten Sinne des Wortes, „hautnah“ zu begegnen. Die älteren Kinder durften einen Blick hinter die Aquarien werfen und sogar den Tierpflegern beim Füttern der Fische zusehen. Wer leider nicht dabei sein konnte, kann sich schon auf die nächsten Ferien freuen, denn hier im OZEANEUM wird immer was Tolles geboten!

Auch besuchten einige KiTa- und Hortgruppen das Museum und ich durfte einen Teil der Haiführung für die „Minis“ übernehmen. Zusammen haben wir herausgefunden, wie man Haie von anderen Fischen und Walen unterscheiden kann. Wusstet ihr eigentlich, dass es einen Hai gibt, der „Fransen-Teppichhai“ heißt? Und könnt Ihr Euch vorstellen, woher der „Schokoladenhai“ und der „Pinocchio-Katzenhai“ ihre Namen haben...?

Ende Februar findet für mich in Greifswald das nächste FÖJ-Seminar statt. Jedes Seminar hat ein anderes Schwerpunktthema und dieses Mal dreht sich alles um Energie. Im März werde ich Euch mehr davon berichten!

 Bis dahin,
Eure Lydia

Es geht spannend weiter

 

Hallo ihr Lieben,

ich bin wieder zurück aus dem FÖJ-Seminar in Greifswald. Ich habe Euch ja berichtet, dass sich dort alles um das Thema Energie drehen wird. Unsere FÖJ-Gruppe besichtigte ein stillgelegtes Kernkraftwerk in Lubmin. Es war sehr interessant und beeindruckend, wie so ein Kraftwerk von innen aussieht und was zu dieser Art der Gewinnung von Energie alles dazugehört. Außerdem haben wir eine Biogasanlage und das Max-Planck-Institut besucht. Neben diesen und weiteren Exkursionen hörten wir auch einige Vorträge zum Thema Energie.

Im OZEANEUM fanden wieder viele Veranstaltungen statt, die ich unterstützen durfte. Oft kamen Schulklassen zur Themenwerkstatt „Leben ohne Knochen – Wirbellose Meerestiere“ ins Museum. Ein Teil des Programms bildet die Sektion eines Kalmars. Wie bei der Fischsektion betrachten die Schüler den Körperbau erst von außen. Anschließend dürfen sie das Tier sezieren und dabei die verschiedenen Organe genau untersuchen. Wusstet Ihr eigentlich, dass Tintenfische drei Herzen haben…?  ♥ ♥ ♥

Ostern steht bald vor der Tür und passend dazu habe ich für Euch eine Bastelidee. In meiner Anleitung erkläre ich Euch, wie Ihr aus einem ausgeblasenen Ei SeeHASEn basteln könnt. Die Anleitung findet Ihr hier.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Basteln und eine fröhliche Osterzeit!

Bis bald,
Eure Lydia

Frohe Ostern!

 

Hallo ihr Lieben,

langsam wird es Sommer und die Tage werden wieder länger. Jetzt war auch schon Ostern und es hieß wieder Ostereier und Schokohasen suchen! In den Osterferien gab es im OZEANEUM natürlich auch viele tolle Angebote. Zum Beispiel Familienführungen. Eine solche durfte ich durchführen und so den neugierigen Besuchern die schönsten Orte des Museums zeigen. Außerdem betreute ich einen Infostand mit Familienquiz. Über Ostern bin ich mit meiner Familie in den Urlaub gefahren und anschließend fand das vierte FÖJ-Seminar statt. Dieses Mal in Devin, mit dem Thema „Nachhaltigkeit im Ostseeraum“. Im Mai werde ich euch mehr von unseren Exkursionen und Erlebnissen berichten.

Bis bald!

Eure Lydia

Es gibt viel zu tun

 

Hallo ihr Lieben,

nach fast einem Monat bin ich wieder zurück im OZEANEUM! Wie ich schon erzählt habe, hatte ich Urlaub und danach ein FÖJ-Seminar.

Das Seminar fand in Stralsund statt und wir unternahmen viele interessante Ausflüge. Wir wanderten zum Beispiel auf der Halbinsel Devin, besichtigten den Königsstuhl auf Rügen und gingen in den ZOO Stralsund. Natürlich durfte ein Besuch im MEERESMUSEUM und OZEANEUM auch nicht fehlen! Neben den Exkursionen bauten wir Insektenhotels und bereiteten den Landesaktionstag vor.

Ein Tag vor dem Aktionstag war Weltschildkrötentag. Da es im MEERESMUSEUM verschiedene Schildkröten zu bestaunen gibt, wurde dort einiges rund um diese Tiere geboten. Ich unterstützte für diesen Tag die Pädagogen im MEERESMUSEUM, indem ich einen Stand betreute, bei welchem Kinder unter anderem Gipsabdrücke von Schildkröten gestalten und bemalen konnten.

Der Landesaktionstag fand am 24.05.19 in Rostock statt. In der Altstadt hatten wir einen Stand aufgebaut mit verschiedenen Stationen. Zum Beispiel konnten Passanten Dosen werfen, Lose ziehen oder versuchen, verschiedenen Müll nach der Dauer der Verrottung zu ordnen.

Im OZEANEUM ist auch einiges los! Viele Schulklassen besuchen das Museum und immer wieder darf ich eine Klasse durch die Ausstellungen und Aquarien führen und ihnen die schönsten Orte im Museum zeigen oder eine Rallye durchführen. Außerdem waren wir mit zwei Klassen beim Keschern am Sund und untersuchten dann, welche Tiere zurzeit vor unserer Haustür, in der Ostsee, leben.

Schaut doch mal vorbei!

Eure Lydia

Es wird Sommer

 

Hallo ihr Lieben,

Anfang Juli beginnen hier in MV die Sommerferien und die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren! Neben tollen Ferienangeboten, wie Familienführungen und einem Quiz, wird auch pünktlich zum Ferienanfang das neue Schwerpunktthema „KEIN LÄRM MEER“ im OZEANEUM eröffnet. Lärm ist neben der Müllverschmutzung ein sehr großes Problem für viele Meerestiere. Sie kommunizieren miteinander, suchen einen Partner oder orientieren sich durch Töne und Laute. Der durch Schiffe, Windparks und andere Dinge verursachte Lärm ist jedoch meist lauter und die Tiere hören sich gegenseitig oder sich selbst nicht mehr. Zudem bedeutet der Lärm für die Tiere großen Stress. Viele Menschen wissen das nicht. Jetzt kann man aber hier im Museum einiges darüber erfahren. Kommt doch mal vorbei und lauscht selbst!

Habt ihr eigentlich schon mal vom Projekt „Hearing in Penguins“ gehört? Es ist ein Projekt, bei dem Wissenschaftler das Hörvermögen von Pinguinen erforschen. Dafür werden vier der kleinen Frackträger auf der Dachterrasse des OZEANEUMs trainiert. Wer Lust und Interesse hat, hat die Möglichkeit den Pinguinen Lemmy, Jakob, Frieda und Gustel bei ihrem Training zuzusehen. Kommentiert findet es im Rahmen des Familiensommers vom 1. Juli bis 18. August jeden Dienstag und Donnerstag um 13.30 Uhr statt.

Mitte Juni war ich mit dem Promo-Team des Deutschen Meeresmuseums am Kinder-Umwelt-Tag im Müritzeum in Waren (Müritz). Es war ein schöner Sommertag und so kamen viele Kinder an unseren Stand, wo sie zum Beispiel am Quizrad drehen und Fragen zu Meerestieren beantworten durften. Außerdem hatten wir „Robbi“, eine präparierte Kegelrobbe, zum Anschauen und Anfassen dabei.

Am Tag darauf fand eine Sektion von tot aufgefundenen Meeressäugetieren statt. Wie ich bereits im November berichtete, werden dabei die in der Ostsee heimischen Schweinswale und Robben genau untersucht. Dieses Mal untersuchten wir ausschließlich Robben. Die Tiere wurden zuerst fotografiert und verschiedenste Längen gemessen, bevor u.a. die Organe untersucht und Proben genommen wurden. Eines der Tiere war in einem Fischernetz verheddert, ein weiteres hatte die Reste einer Zigarette im Magen. Auch in der Ostsee ist neben dem Lärm Müll ein großes Problem, was hier sehr deutlich wurde.

Das Programm für den Familiensommer mit spannenden Führungen, kommentierten Fütterungen und Trainings und weiteren Angeboten findet ihr hier.

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Sommerferien!

Bis bald,

eure Lydia

Sommerferien und volles Haus

 

Hallo ihr Lieben, die Sommerferien haben begonnen und ich muss sagen, das merkt man auch! Im OZEANEUM ist viel los und einige Familien und Ferienlagergruppen sehen sich hier die Ausstellungen und Aquarien an. Wie ich letzten Monat bereits berichtet habe, wurde Anfang Juli das neue Schwerpunktthema eröffnet. Das Thema lautet „KEIN LÄRM MEER“ und man kann ab jetzt viel über den menschengemachten Unterwasserlärm erfahren. Bereits im Foyer wird man von einem lebensgroßen Orca begrüßt, der statt der typischen schwarz-weißen Färbung, die Lärmquellen im Meer darstellt hat und so auf die Lärmverschmutzung aufmerksam macht. Außerdem gibt es neugestaltete Vitrinen und eine sogenannte Sound-Dusche. Dort könnt ihr euch anhören, was für Töne verschiedene Tiere wie Wale und Robben erzeugen, wie sich kalbende Gletscher anhören oder aber, wie laut ein Schiff unter Wasser ist.

Im Rahmen des Familiensommers entdecke ich mit euch die faszinierende Welt der Haie oder wir rätseln zusammen beim Familienquiz.

Anfang August findet das letzte von fünf FÖJ-Seminaren statt. Dieses Mal mit zwei weiteren FÖJ-Gruppen zusammen. Das Programm wird nicht vorgegeben sein, man kann stattdessen zwischen verschiedenen Angeboten wählen, die von uns FÖJlern vorgeschlagen und durchgeführt werden. Auf dem Gelände der Jugendnaturschutzakademie, wo das Seminar stattfinden wird, gibt es neben einem See auch viele verschiedene Tiere, wie z.B. Esel, Pferde, Schweine, Kaninchen oder Ziegen. Im August werde ich euch von unserem Abschlussseminar genauer berichten.

Bis bald und weiterhin schöne Ferien!

Eure Lydia

Ahoi!

 

Hallo ihr Lieben, so schnell geht ein Jahr vorbei und mein FÖJ im OZEANEUM ist nun zu Ende. Bevor ich mich aber von euch verabschieden muss, möchte ich euch natürlich noch erzählen, was Spannendes im August passiert ist!

Das letzte von fünf FÖJ-Seminaren fand in der Jugendnaturschutzakademie Brückentin statt. Dort verbrachten insgesamt drei FÖJ-Gruppen ihr letztes Seminar zusammen. Anders als bei den vorherigen durfte sich jeder sein eigenes Programm aus verschiedensten Angeboten zusammenstellen. Neben kreativen Tätigkeiten, wie Töpfern, Schnitzen, Hand Lettering, etc. gab es auch sportliche Aktivitäten, wie Parcour, Tanzen oder Drachenboot fahren. Am Ende der Woche wurde sogar ein kleiner Wettkampf veranstaltet, welche Gruppe am schnellsten mit dem Boot über den See fährt. Das Abschlussseminar war eine gelungene Woche, in der wir FÖJler noch einmal viel Spaß miteinander hatten.

Im OZEANEUM wurde Mitte August hoher Besuch erwartet! Das OZ-Leserforum fand nämlich im Museum statt und unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel kam zu diesem Anlass in die Hansestadt. Wusstet ihr, dass sie einen Patenpinguin hat? Er heißt Alexandra und wurde bei dieser Gelegenheit von seiner Patin besucht und gefüttert. Abseits des Trubels genoss ich noch meine letzten Wochen im OZEANEUM und die Veranstaltungen, die ich durchführen durfte: Meine letzte Führung und meine letzte Rallye mit einer Schulklasse. Ich werde das alles hier sehr vermissen und oft an die tolle Zeit zurückdenken! Nun beginnt für mich ein neues Kapitel und ich werde in meiner Heimat Biologie studieren. Durch mein FÖJ habe ich schon viele Einblicke gewonnen und bedanke mich an dieser Stelle nochmal bei all denen, die mein FÖJ zu etwas ganz Besonderem gemacht haben!

Eure Lydia

Daniels FÖJ 2018/2019

Hello there!

My name is Daniel; I am 21 years old and I´m going to tell you a little bit about my time here at the MEERESMUSEUM. I just spent the past year in the educational department here volunteering in a program called FÖJ, which means a voluntary ecological year. I decided to take a year of my time after school to gain work experience, get involved in the field of biology and ecology, and orientate myself to find out what I want to do in life.

My regular tasks were comprised of assisting my colleges, as well as conducting programs on my own. I assisted with kindergarten tours, school projects, and youth clubs. In addition, I carried out guided tours and commented the feeding of the sea turtles. Some tours we performed often, some were rare, but all of them were special and fun. Occasionally, I was able to assist the scientists with the dissection of some marine mammals. This was always an amazing and interesting opportunity for me.

Overall, this past year has been a wonderful experience; I was able to gain new knowledge about the oceans, and find direction for my future. I want to thank everyone for making this year so special. A special thanks goes out to our visitors, every day here was a new experience because of you.

Yours truly,

Daniel

Helens FÖJ 2016/2017

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin Helen und habe Sven als neue FÖJ-lerin in der Museumspädagogik abgelöst. Hier in meinem FÖJ-Blog könnt ihr euch auf spannende Berichte und Geschichten aus meinem Alltag im OZEANEUM freuen!´

Viel Spaß beim Schnuppern!

Sea you :-)

Eure Helen

Mein Abenteuer beginnt

Der erste Morgen am OZEANEUM: die Sonne scheint, das Meer ist ruhig, es ist windstill. Das Wetter ist der genaue Gegensatz zu meinem inneren Empfinden. Ich bin nervös und aufgeregt, was mich alles erwartet. Die Mitarbeiter aus der Museumspädagogik empfangen mich herzlich und schmeißen mich danach ins kalte Wasser. Ich sehe viele verschiedene Gesichter, mit vielen unterschiedlichen Namen, die ich entweder duzen oder siezen soll und vielen unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Danach soll ich gleich bei einer Themenwerkstatt, dem Keschern, mitlaufen und zusehen. Ich bin gespannt, wie viel ich nach dem ersten Tag von diesen vielen neuen Eindrücken behalte und mir merken werde.

Dann ging es mit einer 8. Klasse raus aus dem OZEANEUM und runter zum Meer zum Keschern. Die Kinder waren aufgeregt und freuten sich schon darauf, Fische und kleine Lebewesen und Pflanzen zu fangen. Schnell fingen die Kinder ihre ersten Ohrenquallen und auch kleine Garnelen und Wasserflöhe waren dabei. Ich wurde schnell in die Gruppe integriert und die Schüler überhäuften mich mit vielen neugierigen Fragen. Zurück im Kursraum im OZEANEUM schüttete die Klasse ihre mit Brackwasser und gefangenen Pflanzen und Tierchen befüllten Gefäße in kleinere Becken. Anschliessend sollten die Schüler die Lebewesen bestimmen und unter dem Mikroskop betrachten. Es wurde viel gekichert und gestaunt, zum Beispiel versteckte sich eine kleine Seenadel im gefangenen Seegras. Beim Bestimmen der Lebewesen merkte ich schnell, dass Pflanzen für die Kinder nicht so interessant waren wie sich bewegende Tierchen. Nach drei Stunden entließen wir die Klasse, räumten danach alles auf und brachten die Lebewesen wieder zurück in die Ostsee. Erschöpft, aber voller Vorfreude auf den nächsten Tag, schlief ich abends ein.

Der ganze September war voller neuer Erfahrungen und Themenwerkstätten, wo ich hospitieren durfte. Außerdem war ich bei meinem ersten FÖJ-Seminar, wo ich die anderen FÖJ-ler verschiedenster Einsatzstellen kennenlernte und wir eine sonnige Woche mit vielen Workshops und Ausflügen in Gützkow verbrachten. Schnell entstanden neue Freundschaften und wir erzählten viel über die unterschiedlichen Einsatzstellen und freuten uns schon auf das nächste Seminar im November.
Ich hoffe ihr verfolgt meinen Blog weiterhin und vielleicht sehen wir uns mal im OZEANEUM. Ich freu mich auf euch :-)


Eure Helen

Ferien im Oktober

Im Oktober besuchten viele Familien das OZEANEUM, da in vielen Bundesländern Ferien waren. Dadurch war das OZEANEUM natürlich rappelvoll. Zusammen mit meiner Kollegin Nadine aus der Museumspädagogik veranstalteten wir vor den Oktoberferien viele unterschiedliche Themenwerkstätten mit zwei unserer AGs. Unsere Arbeitsgruppen bestehen aus Schulklassen, die uns in regelmäßigen Abständen besuchen. So hat man die Chance, die Kinder näher kennenzulernen, viele verschiedene Themenwerkstätten mit ihnen zu machen und auf das bereits vermittelte Wissen zurückzugreifen. Ob laut oder leise, frech oder schüchtern, konzentriert oder spielerisch – man kann sich auf jedes Kind in der AG einstellen und es zum Lernen und Spielen begeistern.


An einem regnerischen Mittwoch ging endlich ein kleiner Traum von mir in Erfüllung: ich durfte bei einer Schweinswalsektion auf dem Dänholm dabei sein! Kegelrobben und Schweinswale werden oft tot an den Strand gespült. Bei einer Sektion schneidet man gefundene tote Tiere auf und untersucht sie, um eine mögliche Todesursache herauszufinden. Bei manchen Tieren, die noch gut erhalten waren, konnten wir Abdrücke von Netzen auf der Haut erkennen. Diese Tiere starben wahrscheinlich an ertrinken, da sie als Beifang in Fischernetze geraten und nicht zum Atmen an die Wasseroberfläche gelangen. Zusammen mit den Wissenschaftlern aus der Meeressäugerabteilung und einer Tierärztin guckten wir uns den ganzen Tag Organe an und nahmen etliche Proben für unterschiedliche Untersuchungen. Besonders faszinierten mich die Komplexität und das Zusammenarbeiten der Organe. Des Weiteren mussten wissenschaftlich genaue Fotos mit Maßstäben gemacht werden, was sich als gar nicht so einfach erwies. Eine weitere Person schrieb Protokoll, dokumentierte alle Größen und Gewichte verschiedenster Körperteile und notierte alle Abnormitäten. Der Tag war sehr lehrreich und interessant, aber auch sehr anstrengend und der stark riechende Geruch von den toten Tieren in unterschiedlichsten Verwesungsgraden verdarb mir den Appetit auf ein Mittagessen. So wurde bis 17 Uhr gearbeitet. Danach ging es auf dem Fahrrad im strömenden Regen nach Hause und ab unter die Dusche!  Ich sag‘ euch, den Geruch werde ich nie vergessen.

November und Grippe?

Hai Ihr Lieben,

ein weiterer Monat ist im OZEANEUM vergangen. Die Tage werden immer kürzer und es wird abends schneller dunkel. Im OZEANEUM kehrt langsam Stille ein und die Nebensaison hat begonnen. Ihr denkt jetzt bestimmt – Mann ist das langweilig! – aber ich kann euch sagen, hier im OZEANEUM ist immer was los! Nicht nur unser Weihnachtsbaum wurde geschmückt und im Foyer aufgestellt, auch unser Megalodon Zahn (Hai Zahn) wurde gestohlen und ab Januar könnt ihr als Detektive das OZEANEUM erkunden und den Dieb finden. Dies ist schon der dritte Tatort im Museum und ich bin schon sehr gespannt, euch Spürnasen auf Spurensuche zuzusehen.
Zurzeit geht leider die Grippe um –nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Vögeln. Die Vogelgrippe breitet sich langsam in Deutschland aus und zum Schutz der Tiere müssen unsere Pinguine drinnen im Innengehege bleiben. Man kann sie jetzt zwar noch über einen Monitor bestaunen, aber ich vermisse die kleinen Frackträger bei Themenwerkstätten im Kursraum sehr, da sie auf dem Dach quasi meine Nachbarn waren. Jetzt gucke ich über die schöne Kulisse Stralsunds und keine lustigen Gesellen springen von Felsen zu Felsen. Sobald es Entwarnung gibt, können unsere Pinguine dann auch wieder im Freien von Besuchern bestaunt werden.


Neben meiner Arbeit im OZEANEUM hatte ich auch wieder eine Seminarwoche mit anderen FÖJlern aus Mecklenburg-Vorpommern. Zusammen haben wir viele tolle Projekte zum Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Ernährung und Kleidung auf die Beine gestellt. Zum Beispiel haben wir Menschen auf der Straße angesprochen und sie zwei Apfelstücke kosten lassen. Der eine Apfel war von einer Streuobstwiese und der Andere von einem Supermarkt, importiert aus einem anderen Land und mit Pestiziden (Giften) besprüht. Könntet ihr den Unterschied schmecken bzw. wisst ihr was so schlecht an Pestiziden ist? Mit Giften behandelte Apfelsorten schaden nicht nur euch, sondern auch der Umwelt. Die Gifte gelangen nämlich ins Grundwasser und somit werden Pflanzen, die dieses Wasser aufnehmen, vergiftet. Am besten ist es natürlich, wenn man seine eigenen Obstbäume hat. Die schmecken nämlich immer am besten!

Ich hoffe, ihr genießt die vorweihnachtliche Zeit - ob zuhause, auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Ausflug ins OZEANEUM.

 
Bis bald!


Eure Helen

Weihnachten steht vor der Tür!

Ahoi aus dem kalten Norden! Nun bin ich schon fast vier Monate hier und es passieren immer noch neue Überraschungen oder Abenteuer. Vorweg noch etwas zum November. In der letzten Novemberwoche kam ein Filmteam vom NDR und drehte mit mir einen kleinen Beitrag zu ihrer Umweltlotterie. Licht aus! Kamera! Action! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war vor der Kamera zu stehen und zum Beispiel Fragen zu beantworten. Dabei hielten wir uns vor allem in den Aquarien auf, wo ich entweder vor laufender Kamera ein kleines Becken putzte oder mit einer Schulgruppe während einer Themenwerkstatt gefilmt wurde. Danach war ich ziemlich erschöpft, aber auch dankbar für diese neue Erfahrung. Der Beitrag war noch nicht im Fernsehen, sodass ich ziemlich gespannt bin, was am Ende für ein kleiner Beitrag entstanden ist.

Im Dezember war es dann soweit: ich durfte das erste Mal kleine Veranstaltungsabschnitte der Arbeitsgemeinschaften von meiner Kollegin Nadine übernehmen. Mein erstes Themengebiet, über das ich die Kinder informieren sollte, war Mythen und Wahrheiten, speziell über Wale. Ich war sehr aufgeregt und hoffte, dass die Kinder mir zuhören würden und sie Spaß mit mir hätten. Alle Sorgen umsonst, ich hatte sehr viel Freude mit den Kindern und die Kinder hörten mir zu und waren wissbegierig. Zusammen saßen wir unter dem Pottwal-Modell in der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“, erzählten alte Geschichten über die Meere und verfolgten, wie sich das Bild und die Bedeutung des Wales im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Die Kinder waren ganz fasziniert von alten mystischen Geschichten, wie zum Beispiel „Moby Dick“. Außerdem war ich sehr erstaunt, wie viel die Kinder schon über Wale wussten. Zum Beispiel wodurch sie heutzutage gefährdet sind, dass Moby Dick ein weißer Wal war der Schiffe zum Kentern brachte und vieles mehr. Am Ende meiner kleinen Führung versammelten wir uns unter den Walskeletten und jedes Kind durfte einen echten Walknochen anfassen. Anschließend war Nadine wieder an der Reihe mit dem Thema Haie. Ich war die restliche Themenwerkstatt über sehr glücklich und stolz, dass ich so vor den Kindern reden konnte und vor allem, weil es mir unglaublichen Spaß bereitet hat.

Eine Woche später waren dann die letzten Veranstaltungen mit den zwei Arbeitsgruppen von Nadine. Das Thema war „Wirbellose“ und am Ende wurden in Gruppen Kalmare seziert. Dabei durfte ich auch wieder einen kleinen Teil übernehmen. Zusammen mit den Klassen verglich ich die Arbeitsblätter zu wirbellosen Tierarten in Ost- und Nordsee, die bei uns in den Aquarien vorkommen. Und dann hieß es Abschied nehmen! Ich hätte nicht gedacht, dass nach ungefähr sechs Treffen die Kinder mir so sehr ans Herz wachsen. Von einem Moment auf den Anderen realisierte ich dann erst, dass man die Kinder wahrscheinlich nur noch mal zufällig allein auf der Straße trifft. Man wird nicht mehr mit der ganzen Klasse zusammen kommen, um ihnen spannende Themen zu erläutern. Ich werde die Kinder aus den Arbeitsgemeinschaften vermissen, aber ab Januar nächsten Jahres gibt es ein wenig Trost. Dann hat meine Kollegin Nadine zwei neue Arbeitsgemeinschaften, wo ich wieder dabei sein darf. Ich freue mich schon!

So meine Lieben, jetzt heißt es: für dieses Jahr nichts mehr von mir. In zwei Tagen habe ich Urlaub, um dann eine schöne weihnachtliche Zeit Zuhause mit meiner Familie zu verbringen. Deshalb wünsche ich euch jetzt schon Frohe Weihnachten! Genießt die Zeit mit leckerem Essen und um einfach mal in euren Familien abzuschalten, um froh zu sein, dass alle zusammen kommen und sich besuchen.

Kommt gesund ins Neue Jahr. Ich melde mich wieder im Januar!

Alles Liebe,

Eure Helen

Das neue Jahr hat begonnen!

Hey Ihr Lieben,

ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht. Hier in Stralsund und auch an anderen Orten an der Küste war Anfang Januar schon mächtig was los. Durch einen starken Sturm wurde das Wasser der Ostsee an die Küsten und Häfen gedrückt, sodass der Wasserspiegel anstieg und es zu vielen Überschwemmungen kam. Das OZEANEUM hat dann bei einer Nacht- und Nebelaktion den Hochwasserschutz aufgebaut. Das heißt, es wurden große Platten in Metallschienen zusammengeschoben. Doch am nächsten Tag nahm der Wasserspiegel schon wieder ab und das OZEANEUM hat den Sturm trocken überstanden.

Der Januar ist recht ruhig. Trotzdem gibt es in der Museumspädagogik jede Menge zu tun. Mit zwei anderen Kollegeninnen habe ich am Quizrad getüftelt, auf dass ihr euch schon in den Winterferien freuen könnt. Ihr könnt an einem großen Rad drehen und der Zeiger bleibt dann an einem bestimmten Tier stehen. Zu diesem Tier müsst ihr dann eine Frage beantworten, ob leicht oder schwer, ob Qualle oder Hecht. Außerdem wird es für die Winterferien viele weitere tolle und spannende Angebote geben, also kommt gerne vorbei!

Bei meiner Kollegin Nadine Pankow in der Arbeitsgemeinschaft durfte ich wieder ordentlich mithelfen und es macht sehr viel Spaß, die Kinder regelmäßig zu empfangen. Diese Woche war zum Beispiel die Themenwerkstatt „Ein Wirbel kommt selten allein“ an der Reihe, bei der wir Fische sezieren. Habt ihr einen Fisch schon mal von innen gesehen? Es ist lustig den Kindern dabei zuzusehen, wie sie versuchen eine heile Schwimmblase aus dem Fisch zu operieren.

Jetzt setze ich erstmal eine Woche aus, um zum Seminar nach Greifswald zu fahren. Dort haben wir wieder viele Projekte, diesmal zum Thema „Energie“. Ich hoffe, ihr fleißigen Leser bleibt mir weiterhin erhalten. Ihr hört von mir im Februar wieder.

Eure Helen

Ein erlebnisreicher Februar

Hey ihr Lieben,

nun ist schon ein halbes Jahr meines FÖJs vergangen und für mich verging es wie im Flug. Die Arbeit hier im OZEANEUM macht mir weiterhin sehr viel Spaß und ich bin sehr gespannt, was mich in den nächsten sechs Monaten noch alles erwartet.

Der Februar begann mit der Seminarfahrt nach Greifswald zusammen mit anderen FÖJ-lern. Wir gestalteten viele verschiedene Projekte rund um das Thema Energie. Besonders aufregend war der Besuch im stillgelegten Atomkraftwerk in Lubmin, wo schon seit vielen Jahren am Rückbau des Atomkraftwerks gearbeitet wird. Des Weiteren haben wir eine riesige Müllsammelaktion in und um Greifswald gestartet. Zusammengekommen ist ein ganzer Container voller Müll – von alten Fahrrädern bis hin zu Fernsehern war alles mit dabei. Nach einer erlebnisreichen Woche ging es für mich wieder zurück nach Stralsund und ab ins OZEANEUM. Da die Winterferien in Mecklenburg-Vorpommern begonnen hatten, war im OZEANEUM viel los. Gleichzeitig startete auch das Ferienprogramm mit unterschiedlichen Aktionen zum Mitmachen. Im Wechsel mit zwei Kolleginnen habe ich zweimal täglich für euch das Quizrad betreut. Es wurde kräftig gedreht und viele, teilweise knifflige Fragen zu Tieren aus der Ostsee beantwortet. Anschließend gab es sogar einen kleinen Preis für die richtige Antwort. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, euch die Fragen zu stellen und zuzusehen, wie ihr gemeinsam mit mir oder mit euren Eltern (als Publikumsjoker) überlegt und gerätselt habt, welche Antwort wohl die Richtige sei. Wer jetzt denkt er hätte etwas verpasst, braucht nicht traurig zu sein, denn das OZEANEUM hat in den Ferien immer tolle Angebote zum Mitmachen – also kommt gerne vorbei.

Ein weiteres Highlight im Februar war die Bildungsfahrt nach Bremen mit dem Team aus der Museumspädagogik. Wir schauten uns zwei Museen, das Universum und das Überseemuseum, an und erkundeten dabei nicht nur die Ausstellungen, sondern schauten auch im Bereich Museumspädagogik hinter die Kulissen und tauschten uns mit den Mitarbeitern über die Museen aus. Im Universum kann man viele Sachen ausprobieren rund um die drei Bereiche Technik, Mensch und Natur. So kam es, dass ich auf optische Täuschungen hereinfiel oder auf dem sogenannten „Erdbebensofa“ ein Erdbeben erlebte, was mich so richtig durchschüttelte. Abends haben wir uns dann die Altstadt von Bremen angeschaut und die Bremer Stadtmusikanten besucht. Kleiner Tipp: wenn ihr mal an den Bremer Stadtmusikanten vorbeikommt, solltet ihr dem Esel an die Hufe fassen - das bringt nämlich Glück. Am nächsten Tag besuchten wir das Überseemuseum, welches verschiedene Kontinente wie Afrika und Asien darstellt. Die Ausstellungen zeigen nicht nur, was vor langer Zeit einmal stattgefunden hat, sie nehmen auch Bezug auf aktuelle Themen und wie die Menschen an den unterschiedlichsten Orten der Welt leben. Sehr begeistert war ich außerdem von dem Schaumagazin, da es für die Besucher frei zugänglich ist. Es ist eine riesige Ansammlung von alten Gegenständen aus der ganzen Welt: alte Löffel und Schüsseln, Messer und Schwerter und vieles mehr. Nach diesen zwei sehr interessanten Museumsbesuchen ging es abends wieder zurück nach Stralsund. Es waren zwei sehr schöne, erlebnisreiche Tage zusammen mit meinen Kollegen aus der Museumspädagogik und ich werde gerne wieder Bremen erkunden.

Bis bald,

eure Helen

Der Frühling kommt

Hai ihr Lieben,

es wird langsam wärmer, die Krokusse sprießen aus dem Boden und es wird Frühling. Auch das OZEANEUM erstrahlt wieder in neuer Blüte. Die großen Wale in Originalgröße in der Halle „Riesen der Meere“ wurden nämlich einem Frühjahrsputz unterzogen. Mit riesigen Hebebühnen sind unsere Techniker nach Öffnungszeit nach oben gefahren, um die Walmodelle mit einem speziellen Staubsauger abzusaugen. Ich kann euch sagen, dass ist nichts für Leute mit Höhenangst. Des Weiteren wird gerade unser Kindermeer umgebaut und es ist ein tolles Wandbild entstanden, welches eine Dünenlandschaft zeigt. Ich bin schon sehr gespannt, wie es aussieht, wenn es fertig ist.

Dann gab es für mich noch zwei aufregende Veranstaltungen. Ich durfte mit einer Kita die Haiforscher-Tour zum ersten Mal ganz alleine machen. Zusammen sind wir auf Entdeckungsreise durchs OZEANEUM gegangen. Wir haben über die vielen spitzen Zahnreihen von Haien gesprochen und uns kleine Katzenhai-Eier angeschaut. Besonders schön fand ich, wie die Kinder gestaunt haben. Wusstet ihr zum Beispiel, dass unsere Sandtigerhaidame Niki im Leben ca. 10.000 Zähne verlieren kann? Es kommen immer wieder Zähne nach und sie hat dabei noch nicht mal Zahnschmerzen oder muss zum Zahnarzt. Beneidenswert :)

Außerdem habe ich meine erste Highlightführung mit einer Schulklasse durchgeführt. Zusammen haben wir das OZEANEUM in 60 Minuten erkundet. Wir standen unter den riesigen Walmodellen, haben die Ostsee erforscht, sind zu den Haien abgetaucht und haben uns am Ende die Fütterungen unseres größten Beckens angeschaut. Ich war sehr aufgeregt, aber am Ende hat alles gut geklappt und ich habe auch positives Feedback bekommen.

Ich habe euch diesmal schon so früh geschrieben, da ich jetzt für zwei Wochen in den Urlaub fahre. Ihr könnt euch aber schon auf den nächsten Blogeintrag freuen, denn im April bin ich wieder da und berichte euch über die neuesten Dinge aus dem OZEANEUM.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und bis bald,

eure Helen

Aprilwetter und volle Hütte

Hai ihr Lieben,

seit meinem letzten Blogeintrag ist viel passiert. Ich war im Urlaub und habe mir die Unterwasserwelt im Indischen Ozean angeschaut. Als ich dann wieder meinen ersten Arbeitstag hatte, fühlte ich mich kurzzeitig wie eine Fremde: es war so viel in kurzer Zeit passiert und hatte sich verändert. Im Erlebnisbereich Kindermeer wurde eifrig der neue Leuchtturm erkundet und die Rutsche hinuntergerutscht. Auf der Dachterrasse standen unsere Humboldtpinguine und wärmten sich in der Sonne ihr Gefieder. Und zu guter Letzt hatte das neue Jahresthema „Meereskinder“ begonnen und ich machte mich mit neuen Texten und Vitrinen vertraut.

Nach kurzer Zeit steckte ich jedoch wieder im normalen Arbeitsalltag drinnen und staunte über den großen Besucheransturm in den Osterferien. Besonders Spaß hat mir dabei die Gute-Nacht-Meeresgeschichtentour am letzten Ferientag gemacht. Im Schlafanzug und mit Kuscheltier ging es abends durch das OZEANEUM. Meine Kollegin las an verschiedenen Stationen im Haus eine Meeresgeschichte vor und zeigte spannende Präparate. In der Gruppe war außenstehenden Besuchern klar, dass wir eine besondere Veranstaltung hatten. Als ich jedoch im Pyjama allein durch das OZEANEUM lief, gab es viele lustige Bemerkungen und skeptische Blicke. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur die Kinder, sondern auch mich am Ende wohlig schläfrig machte.

Kaum war ich im normalen Alltag wieder integriert, fanden auch schon zwei Führungen statt. Das Besondere war, dass ich a) einen Monat nicht mehr vor einer Klasse stand und b) diesmal keiner meiner Kollegen mitlief. Ich war also ganz auf mich allein gestellt. Lange Aufregung, kurzer Moment – die 60 Minuten Führung vergingen wie im Fluge und machten mir Spaß. Es ist schön, wenn man den Klassen die Highlights im OZEANEUM zeigen darf und sie anfangen zu staunen oder nachdenklich werden. Besonders toll daran ist jedoch, dass man seine ganz persönlichen Lieblingsorte im Haus nebenbei mit vorstellen kann.

Zu guter Letzt will ich euch noch auf eine ganz besondere Abenteuerreise aufmerksam machen! Corinna und Alex machen eine Ostseerundfahrt in 100 Tagen und schreiben wöchentlich Blogeinträge über ihre Entdeckungen auf hoher See. Heute habe ich mir ihr Segelboot, die „Vacuna“, einmal angeschaut und ich muss schon sagen: die haben Mut! Ich würde mich das nicht trauen, doch ich bin auch noch nie Segelboot gefahren. Aber wer weiß, es gibt für alles ein erstes Mal :-) . Wenn ihr auch so neugierig seid wie ich, dann verfolgt doch ihren Blog:

https://www.ozeaneum.de/blog-expedition-ostseetiere/

Mal sehen, ob sie auf ihrem Weg einen Schweinswal sehen.

Stürmische Grüße aus Stralsund und bis bald,

eure Helen!

Abtauchen, Erkunden, Entspannen

Moin moin ihr Lieben,

der Mai ist nun vorbei und schon brechen meine letzten drei Monate an. Das Jahr bis hierhin verging schnell, doch ich genieße die noch kommende Zeit in vollen Zügen. Nun ist es richtig warm (geradezu heiß) draußen und die Ersten haben sich schon zum Baden in die Ostsee getraut. Ich natürlich auch. Mit meiner Familie habe ich ein Wochenende auf Rügen verbracht. Da gutes Wetter war, hieß es: wer traut sich ins kühle Nass? Die Ostsee war noch sehr kalt, aber nach kurzer Überwindung schaffte ich es, eine kleine Bahn zu schwimmen. Danach ging es schnell wieder ins Warme und man fühlte sich angenehm erfrischt.

Auch im OZEANEUM ging es ab ins kühle Nass. Zwei unserer Aquarianer tauchten in unserem größten Becken – dem Offenen Atlantik. In neun Meter tiefem Wasser wurde von einem Taucher die Scheibe geputzt und der andere behielt unsere Sandtigerhai-Dame Niki im Auge. Sandtigerhaie sind in der Regel nicht aggressiv gegenüber Menschen, jedoch sehr neugierig. Als Vorsichtsmaßnahme wird daher immer zu zweit in unserem größten Aquarium getaucht: Der Eine verrichtet die anstehende Arbeit und der Andere beobachtet Niki. Unsere Besucher freuen sich natürlich auch über das Spektakel – Taucher in Aquarien sieht man nicht jeden Tag! So kommt es dazu, dass auch ein bisschen Schabernack und Winken bei den Tauchgängen dazu gehört.

Mitte Mai war es dann wieder soweit: wir FÖJler hatten unsere vierte Seminarfahrt. Dieses Mal ging es nach Devin nahe Stralsund. Am ersten Tag liefen wir einmal um die Deviner Halbinsel herum und hielten nach besonderen und seltenen Vögeln Ausschau. Die größte Herausforderung kam jedoch am folgenden Tag, denn wir fuhren zu einem Kletterpark auf Rügen. Mit meiner Höhenangst zitterten mir des Öfteren die Knie, zum Beispiel wenn ich mich in fünf Metern Höhe wie Tarzan an einer Liane durch die Luft schwingen sollte. Letztendlich habe ich meine Höhenangst in dem Kletterpark besiegen können. Danach waren wir alle ziemlich knülle, doch unsere Rügentour ging weiter zum Biobauernhof in Kransdorf. Der Bauernhof ist einer von vielen Standorten von Insel e.V. Dort werden Menschen mit Behinderungen gefördert und können einer sinnvollen Arbeit nachgehen. Zusammen haben wir bei anstehenden Aufgaben mitgeholfen, zum Beispiel ein Zwiebelfeld von Unkraut befreit. Es war einer von fünf schönen Seminartagen. Folgende schöne Aktionen waren den Baumwipfelpfad zu erkunden, Müllsammelaktionen, Wanderungen und ein Besuch im Meeresmuseum.

Ich hoffe, ihr genießt auch die warmen Sommertage!

Bis bald,

eure Helen

Abenteuer Hochsaison

Ahoi aus dem Norden, 

jetzt habe ich nur noch zwei Monate im OZEANEUM vor mir und ich muss sagen: ich habe alle Hände voll zu tun. Es kommen viele Schulklassen ins Haus, da sie vor den Sommerferien noch eine Abschlussklassenfahrt machen. Da darf natürlich eine Führung oder eine Themenwerkstatt im Programm nicht fehlen. Das Resultat: das OZEANEUM ist voller neugieriger Schüler und meine Stimme wird durch den Lärmpegel im ganzen Haus ziemlich belastet. Mit Tee und Halsbonbons hangle ich mich so von Führung zu Führung. Aber nicht nur Klassenfahrten bringen Besucher ins Haus, auch das Wetter spielte auf unserer Seite. Obwohl Sommer ist, hat es gefühlt eine ganze Woche nur geregnet und lange Besucherschlangen warteten vor dem OZEANEUM. Es war richtiges Museumswetter. Doch jetzt scheint wieder etwas die Sonne und die Touristen können auch an den Strand gehen oder die Stadt besichtigen, sodass wir uns alle etwas ausruhen können vor dem nächsten Ansturm.

Nach zehn Monaten meines FÖJs habe ich schon viel gesehen und habe jetzt eine Handvoll Führungen, die ich aus dem stehgreif halten kann. Ich kann mit euch auf Entdeckungstour durchs OZEANEUM gehen, ob als Haiforscher, Walkenner oder einfach nur um die Highlights im Haus zu erschnüffeln. Besonders Spaß macht es mir bei Schulklassen, die ganz viele Fragen haben. So kann ich mich ein bisschen von den Fragen leiten lassen und durch die Ausstellungen und Aquarien führen. Es macht mir mit jeder Altersstufe sehr viel Spaß, doch am niedlichsten sind natürlich die Kinder aus Kindergärten. Da sie oft in alle Richtungen auseinanderrennen, gibt es einen einfachen Trick, sie in der Gruppe zusammenzuhalten. Ich erzähle ihnen am Anfang, dass wir ein Schwarm Makrelen sind. Zum Schutz bleiben wir immer zusammen und mit Schwimmbewegungen erforschen wir dann die Aquarien. Ich kann euch sagen, mit solchen einfachen Hilfsmitteln ist das Problem gelöst.

Seit Ende Juni findet der Familiensommer wieder im OZEANEUM statt. Hier gibt es jeden zweiten Montag eine Ferienwerkstatt zum Thema „Ostsee“. Morgens gehen meine Kollegin und ich zum Strelasund und keschern kleine Garnelen und vieles mehr. Von 12 bis 15 Uhr habt ihr dann die Möglichkeit, euch die kleinen Lebewesen unter Mikroskopen anzuschauen, Quallen zu „streicheln“ oder „Schätze“ der Ostsee anzuschauen. Dabei erfahrt ihr viel Wissenswertes. Außerdem finden dreimal die Woche kostenlose Erlebnistouren statt. Wer also Lust hat, mehr über die Ausstellungen oder die Ostsee zu erfahren, ist herzlich eingeladen.

Im Juni stand ein für mich sehr wichtiger Punkt auf meiner „To-Do“ Liste: meine Abschlusspräsentation. Zusammen mit den Mitarbeitern der Museumspädagogik ließ ich das Jahr bis jetzt Revue passieren. Ich erinnerte mich an schöne, beeindruckende, lustige, ernste, traurige und verrückte Momente und bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen wurde viel gelacht und erzählt. Damit ging auch ein frühzeitiger Abschied von meiner Kollegin Nadine mit her. Sie wird bald eine einjährige Segeltour machen und die Meere auf hoher See erkunden. Ich werde sie sehr vermissen aber gleichzeitig weiß ich, dass wir uns wiedersehen werden und wünsche ihr ganz viel Spaß.

Ich hoffe, ihr habt eine schönen Sommer und tolle Ferien! Vielleicht sehen wir uns hier im OZEANEUM!

Bis bald,

eure Helen

Regentage und Unwetter

Hai ihr Lieben,

ich kann euch verraten, der Juli war ganz schön anstrengend. In der Hauptsaison ist es zu bestimmten Uhrzeiten sehr voll im Haus und gerade wenn es regnet (ideales Museumswetter) steht eine Warteschlange vor dem OZEANEUM. Also vergesst alles was ich je über den Besucheransturm gesagt habe - jetzt erst weiß ich, wie voll es wirklich im OZEANEUM werden kann!

Anfang Juli durfte ich dann meine erste Wale-Führung mit einer dritten Klasse machen. Wie immer bei neuen Führungen war ich sehr aufgeregt. Zusammen bestaunten wir die Größe des Blauwals und den Tieftaucher unter den Walen, den Pottwal. In Tiefen von bis zu 3.000 Metern jagt er seine Lieblingsspeise: den Riesenkalmar. Leider merkte ich schnell, dass die Kinder in Gedanken schon in den ersehnten Sommerferien steckten. Ein paar neugierige Nasen gab es dann aber trotzdem und so vergingen die 60 Minuten wie im Fluge.

Außerdem möchte ich euch gerne von einem sehr guten und außergewöhnlichen Theaterstück erzählen. Es fand direkt auf der Hafeninsel vor dem OZEANEUM statt und nicht wenige fragten sich: wo kommt denn plötzlich dieser Zug her? Ja, ihr habt richtig gehört. Das Theaterstück „METEOR“ fand in einem langen Zug statt, der auf den Schienen der Hafeninsel aus Hamburg anrollte. Die Wagons des Zuges dienten als Bühne und Schauplatz der Forschungsreise des Schiffes „METEOR“. Es handelte vor allem von dem Alltag auf dem Forschungsschiff, zum Beispiel wie die Matrosen die Seekrankheit überstanden oder Wissenschaftler wichtige Proben aus der Tiefsee nahmen. Mit Humor und Witz, einem vielfältigen Bühnenbild und klasse Schauspielern wurde es ein sehr schöner Abend mit viel Gelächter aus dem Publikum und noch langanhaltendem Redebedarf.

Abschließend berichte ich euch noch von meiner letzten Seminarfahrt nach Ueckermünde. Zusammen mit den anderen FÖJ-lern konnten wir in einer sonnigen Woche die Natur rund um den Fluss Uecker erkunden. Wir fuhren viel Kanu, schauten uns einen Biberbau an, saßen abends am Lagerfeuer und veranstalteten Volleyballturniere. In meinem FÖJ habe ich nicht nur ganz viele neue Erfahrungen gemacht, sondern auch richtig gute Freunde gewonnen. So fiel der Abschied am letzten Tag ganz schön schwer. Dennoch werde ich mit den anderen Freiwilligen in Kontakt bleiben und sie hoffentlich bald wiedersehen.

Das war es mal wieder von mir. Mitte August melde ich mich dann mit meinem letzten Bericht bei euch wieder. Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Sommer.

Bis bald,

eure Helen

Abschied nehmen

Ahoi aus dem Norden,

mein Jahr im OZEANEUM ist nun um. Für mich völlig unfassbar wie schnell die Zeit verflogen ist. Gestern noch irrte ich durch die Gänge des Hauses, versuchte mir verzweifelt alle Namen der Kollegen zu merken und ging bei ganz vielen Veranstaltungen mit. Heute führe ich Schulklassen allein durchs OZEANEUM und zeige ihnen meine Lieblingsorte. Was die Zukunft für mich bereit hält ist ungewiss, und das ist auch gut so.

Meine letzte Veranstaltung Ende August war eine Forschertour. Zusammen mit einer neunten Klasse und den Rallyefragebögen gingen wir durch das Haus. Ich genoss es sehr, ein letztes Mal die Klasse zu begleiten und zu beobachten, wie sie sich im Museum umsahen und über so manchen Fisch in den Aquarien staunten. Letztendlich habe ich alles nochmal sehr genossen und fühle mich gestärkt für die Zukunft. Natürlich musste ich auch noch Abschied von meinen lieben Krabben und Purpurrosen im Kursraum-Aquarium nehmen. Die Strandkrabben waren wie immer sehr hungrig und so war der Abschied für sie ein großes Fressen. Sie freuen sich über jeden, der sie füttert, also werden sie mich wohl nicht so vermissen wie ich sie.

Ein letztes Highlight und eine riesige Überraschung für mich war, dass ich die Pinguine auf unserer Dachterrasse füttern durfte. Ich war natürlich super aufgeregt und nervös, aber vor allem voller Vorfreude. Als es soweit war, brauchte ich mich nur mit dem Eimer voller Fische hinsetzen und Schwupps kamen sie schnell aus allen Ecken angewatschelt. Gierig schnappten sie nach den Fischen, die ich ihnen hinhielt. Oft gab es dabei auch Streit und Gerangel, wer in der ersten Reihe stehen durfte. Die Fütterung verging sehr schnell und satt ging ein Humboldtpinguin nach dem Anderen zurück an ein sonniges, gemütliches Plätzchen. Die Fütterung war ein sehr schöner und gelungener Abschied.

Ich werde hier im OZEANEUM sehr vieles vermissen und vor allem die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Ich konnte in viele unterschiedliche Bereiche auf Arbeit schnuppern und habe viele tolle Erfahrungen machen können. Dadurch fühle ich mich gestärkt für die Zukunft und blicke nach vorn. Auch wenn der Abschied schmerzt, öffnet er doch Türen zu einem neuen Anfang.

Also macht es gut ihr fleißigen Leser!

Eure Helen