FÖJ Blog

Helens FÖJ 2016/2017

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin Helen und habe Sven als neue FÖJ-lerin in der Museumspädagogik abgelöst. Hier in meinem FÖJ-Blog könnt ihr euch auf spannende Berichte und Geschichten aus meinem Alltag im OZEANEUM freuen!´

Viel Spaß beim Schnuppern!

Sea you :-)

Eure Helen

Mein Abenteuer beginnt

Der erste Morgen am OZEANEUM: die Sonne scheint, das Meer ist ruhig, es ist windstill. Das Wetter ist der genaue Gegensatz zu meinem inneren Empfinden. Ich bin nervös und aufgeregt, was mich alles erwartet. Die Mitarbeiter aus der Museumspädagogik empfangen mich herzlich und schmeißen mich danach ins kalte Wasser. Ich sehe viele verschiedene Gesichter, mit vielen unterschiedlichen Namen, die ich entweder duzen oder siezen soll und vielen unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Danach soll ich gleich bei einer Themenwerkstatt, dem Keschern, mitlaufen und zusehen. Ich bin gespannt, wie viel ich nach dem ersten Tag von diesen vielen neuen Eindrücken behalte und mir merken werde.

Dann ging es mit einer 8. Klasse raus aus dem OZEANEUM und runter zum Meer zum Keschern. Die Kinder waren aufgeregt und freuten sich schon darauf, Fische und kleine Lebewesen und Pflanzen zu fangen. Schnell fingen die Kinder ihre ersten Ohrenquallen und auch kleine Garnelen und Wasserflöhe waren dabei. Ich wurde schnell in die Gruppe integriert und die Schüler überhäuften mich mit vielen neugierigen Fragen. Zurück im Kursraum im OZEANEUM schüttete die Klasse ihre mit Brackwasser und gefangenen Pflanzen und Tierchen befüllten Gefäße in kleinere Becken. Anschliessend sollten die Schüler die Lebewesen bestimmen und unter dem Mikroskop betrachten. Es wurde viel gekichert und gestaunt, zum Beispiel versteckte sich eine kleine Seenadel im gefangenen Seegras. Beim Bestimmen der Lebewesen merkte ich schnell, dass Pflanzen für die Kinder nicht so interessant waren wie sich bewegende Tierchen. Nach drei Stunden entließen wir die Klasse, räumten danach alles auf und brachten die Lebewesen wieder zurück in die Ostsee. Erschöpft, aber voller Vorfreude auf den nächsten Tag, schlief ich abends ein.

Der ganze September war voller neuer Erfahrungen und Themenwerkstätten, wo ich hospitieren durfte. Außerdem war ich bei meinem ersten FÖJ-Seminar, wo ich die anderen FÖJ-ler verschiedenster Einsatzstellen kennenlernte und wir eine sonnige Woche mit vielen Workshops und Ausflügen in Gützkow verbrachten. Schnell entstanden neue Freundschaften und wir erzählten viel über die unterschiedlichen Einsatzstellen und freuten uns schon auf das nächste Seminar im November.
Ich hoffe ihr verfolgt meinen Blog weiterhin und vielleicht sehen wir uns mal im OZEANEUM. Ich freu mich auf euch :-)


Eure Helen

Ferien im Oktober

Im Oktober besuchten viele Familien das OZEANEUM, da in vielen Bundesländern Ferien waren. Dadurch war das OZEANEUM natürlich rappelvoll. Zusammen mit meiner Kollegin Nadine aus der Museumspädagogik veranstalteten wir vor den Oktoberferien viele unterschiedliche Themenwerkstätten mit zwei unserer AGs. Unsere Arbeitsgruppen bestehen aus Schulklassen, die uns in regelmäßigen Abständen besuchen. So hat man die Chance, die Kinder näher kennenzulernen, viele verschiedene Themenwerkstätten mit ihnen zu machen und auf das bereits vermittelte Wissen zurückzugreifen. Ob laut oder leise, frech oder schüchtern, konzentriert oder spielerisch – man kann sich auf jedes Kind in der AG einstellen und es zum Lernen und Spielen begeistern.


An einem regnerischen Mittwoch ging endlich ein kleiner Traum von mir in Erfüllung: ich durfte bei einer Schweinswalsektion auf dem Dänholm dabei sein! Kegelrobben und Schweinswale werden oft tot an den Strand gespült. Bei einer Sektion schneidet man gefundene tote Tiere auf und untersucht sie, um eine mögliche Todesursache herauszufinden. Bei manchen Tieren, die noch gut erhalten waren, konnten wir Abdrücke von Netzen auf der Haut erkennen. Diese Tiere starben wahrscheinlich an ertrinken, da sie als Beifang in Fischernetze geraten und nicht zum Atmen an die Wasseroberfläche gelangen. Zusammen mit den Wissenschaftlern aus der Meeressäugerabteilung und einer Tierärztin guckten wir uns den ganzen Tag Organe an und nahmen etliche Proben für unterschiedliche Untersuchungen. Besonders faszinierten mich die Komplexität und das Zusammenarbeiten der Organe. Des Weiteren mussten wissenschaftlich genaue Fotos mit Maßstäben gemacht werden, was sich als gar nicht so einfach erwies. Eine weitere Person schrieb Protokoll, dokumentierte alle Größen und Gewichte verschiedenster Körperteile und notierte alle Abnormitäten. Der Tag war sehr lehrreich und interessant, aber auch sehr anstrengend und der stark riechende Geruch von den toten Tieren in unterschiedlichsten Verwesungsgraden verdarb mir den Appetit auf ein Mittagessen. So wurde bis 17 Uhr gearbeitet. Danach ging es auf dem Fahrrad im strömenden Regen nach Hause und ab unter die Dusche!  Ich sag‘ euch, den Geruch werde ich nie vergessen.

November und Grippe?

Hai Ihr Lieben,

ein weiterer Monat ist im OZEANEUM vergangen. Die Tage werden immer kürzer und es wird abends schneller dunkel. Im OZEANEUM kehrt langsam Stille ein und die Nebensaison hat begonnen. Ihr denkt jetzt bestimmt – Mann ist das langweilig! – aber ich kann euch sagen, hier im OZEANEUM ist immer was los! Nicht nur unser Weihnachtsbaum wurde geschmückt und im Foyer aufgestellt, auch unser Megalodon Zahn (Hai Zahn) wurde gestohlen und ab Januar könnt ihr als Detektive das OZEANEUM erkunden und den Dieb finden. Dies ist schon der dritte Tatort im Museum und ich bin schon sehr gespannt, euch Spürnasen auf Spurensuche zuzusehen.
Zurzeit geht leider die Grippe um –nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Vögeln. Die Vogelgrippe breitet sich langsam in Deutschland aus und zum Schutz der Tiere müssen unsere Pinguine drinnen im Innengehege bleiben. Man kann sie jetzt zwar noch über einen Monitor bestaunen, aber ich vermisse die kleinen Frackträger bei Themenwerkstätten im Kursraum sehr, da sie auf dem Dach quasi meine Nachbarn waren. Jetzt gucke ich über die schöne Kulisse Stralsunds und keine lustigen Gesellen springen von Felsen zu Felsen. Sobald es Entwarnung gibt, können unsere Pinguine dann auch wieder im Freien von Besuchern bestaunt werden.


Neben meiner Arbeit im OZEANEUM hatte ich auch wieder eine Seminarwoche mit anderen FÖJlern aus Mecklenburg-Vorpommern. Zusammen haben wir viele tolle Projekte zum Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Ernährung und Kleidung auf die Beine gestellt. Zum Beispiel haben wir Menschen auf der Straße angesprochen und sie zwei Apfelstücke kosten lassen. Der eine Apfel war von einer Streuobstwiese und der Andere von einem Supermarkt, importiert aus einem anderen Land und mit Pestiziden (Giften) besprüht. Könntet ihr den Unterschied schmecken bzw. wisst ihr was so schlecht an Pestiziden ist? Mit Giften behandelte Apfelsorten schaden nicht nur euch, sondern auch der Umwelt. Die Gifte gelangen nämlich ins Grundwasser und somit werden Pflanzen, die dieses Wasser aufnehmen, vergiftet. Am besten ist es natürlich, wenn man seine eigenen Obstbäume hat. Die schmecken nämlich immer am besten!

Ich hoffe, ihr genießt die vorweihnachtliche Zeit - ob zuhause, auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Ausflug ins OZEANEUM.

 
Bis bald!


Eure Helen

Weihnachten steht vor der Tür!

Ahoi aus dem kalten Norden! Nun bin ich schon fast vier Monate hier und es passieren immer noch neue Überraschungen oder Abenteuer. Vorweg noch etwas zum November. In der letzten Novemberwoche kam ein Filmteam vom NDR und drehte mit mir einen kleinen Beitrag zu ihrer Umweltlotterie. Licht aus! Kamera! Action! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war vor der Kamera zu stehen und zum Beispiel Fragen zu beantworten. Dabei hielten wir uns vor allem in den Aquarien auf, wo ich entweder vor laufender Kamera ein kleines Becken putzte oder mit einer Schulgruppe während einer Themenwerkstatt gefilmt wurde. Danach war ich ziemlich erschöpft, aber auch dankbar für diese neue Erfahrung. Der Beitrag war noch nicht im Fernsehen, sodass ich ziemlich gespannt bin, was am Ende für ein kleiner Beitrag entstanden ist.

Im Dezember war es dann soweit: ich durfte das erste Mal kleine Veranstaltungsabschnitte der Arbeitsgemeinschaften von meiner Kollegin Nadine übernehmen. Mein erstes Themengebiet, über das ich die Kinder informieren sollte, war Mythen und Wahrheiten, speziell über Wale. Ich war sehr aufgeregt und hoffte, dass die Kinder mir zuhören würden und sie Spaß mit mir hätten. Alle Sorgen umsonst, ich hatte sehr viel Freude mit den Kindern und die Kinder hörten mir zu und waren wissbegierig. Zusammen saßen wir unter dem Pottwal-Modell in der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“, erzählten alte Geschichten über die Meere und verfolgten, wie sich das Bild und die Bedeutung des Wales im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Die Kinder waren ganz fasziniert von alten mystischen Geschichten, wie zum Beispiel „Moby Dick“. Außerdem war ich sehr erstaunt, wie viel die Kinder schon über Wale wussten. Zum Beispiel wodurch sie heutzutage gefährdet sind, dass Moby Dick ein weißer Wal war der Schiffe zum Kentern brachte und vieles mehr. Am Ende meiner kleinen Führung versammelten wir uns unter den Walskeletten und jedes Kind durfte einen echten Walknochen anfassen. Anschließend war Nadine wieder an der Reihe mit dem Thema Haie. Ich war die restliche Themenwerkstatt über sehr glücklich und stolz, dass ich so vor den Kindern reden konnte und vor allem, weil es mir unglaublichen Spaß bereitet hat.

Eine Woche später waren dann die letzten Veranstaltungen mit den zwei Arbeitsgruppen von Nadine. Das Thema war „Wirbellose“ und am Ende wurden in Gruppen Kalmare seziert. Dabei durfte ich auch wieder einen kleinen Teil übernehmen. Zusammen mit den Klassen verglich ich die Arbeitsblätter zu wirbellosen Tierarten in Ost- und Nordsee, die bei uns in den Aquarien vorkommen. Und dann hieß es Abschied nehmen! Ich hätte nicht gedacht, dass nach ungefähr sechs Treffen die Kinder mir so sehr ans Herz wachsen. Von einem Moment auf den Anderen realisierte ich dann erst, dass man die Kinder wahrscheinlich nur noch mal zufällig allein auf der Straße trifft. Man wird nicht mehr mit der ganzen Klasse zusammen kommen, um ihnen spannende Themen zu erläutern. Ich werde die Kinder aus den Arbeitsgemeinschaften vermissen, aber ab Januar nächsten Jahres gibt es ein wenig Trost. Dann hat meine Kollegin Nadine zwei neue Arbeitsgemeinschaften, wo ich wieder dabei sein darf. Ich freue mich schon!

So meine Lieben, jetzt heißt es: für dieses Jahr nichts mehr von mir. In zwei Tagen habe ich Urlaub, um dann eine schöne weihnachtliche Zeit Zuhause mit meiner Familie zu verbringen. Deshalb wünsche ich euch jetzt schon Frohe Weihnachten! Genießt die Zeit mit leckerem Essen und um einfach mal in euren Familien abzuschalten, um froh zu sein, dass alle zusammen kommen und sich besuchen.

Kommt gesund ins Neue Jahr. Ich melde mich wieder im Januar!

Alles Liebe,

Eure Helen

Das neue Jahr hat begonnen!

Hey Ihr Lieben,

ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht. Hier in Stralsund und auch an anderen Orten an der Küste war Anfang Januar schon mächtig was los. Durch einen starken Sturm wurde das Wasser der Ostsee an die Küsten und Häfen gedrückt, sodass der Wasserspiegel anstieg und es zu vielen Überschwemmungen kam. Das OZEANEUM hat dann bei einer Nacht- und Nebelaktion den Hochwasserschutz aufgebaut. Das heißt, es wurden große Platten in Metallschienen zusammengeschoben. Doch am nächsten Tag nahm der Wasserspiegel schon wieder ab und das OZEANEUM hat den Sturm trocken überstanden.

Der Januar ist recht ruhig. Trotzdem gibt es in der Museumspädagogik jede Menge zu tun. Mit zwei anderen Kollegeninnen habe ich am Quizrad getüftelt, auf dass ihr euch schon in den Winterferien freuen könnt. Ihr könnt an einem großen Rad drehen und der Zeiger bleibt dann an einem bestimmten Tier stehen. Zu diesem Tier müsst ihr dann eine Frage beantworten, ob leicht oder schwer, ob Qualle oder Hecht. Außerdem wird es für die Winterferien viele weitere tolle und spannende Angebote geben, also kommt gerne vorbei!

Bei meiner Kollegin Nadine Pankow in der Arbeitsgemeinschaft durfte ich wieder ordentlich mithelfen und es macht sehr viel Spaß, die Kinder regelmäßig zu empfangen. Diese Woche war zum Beispiel die Themenwerkstatt „Ein Wirbel kommt selten allein“ an der Reihe, bei der wir Fische sezieren. Habt ihr einen Fisch schon mal von innen gesehen? Es ist lustig den Kindern dabei zuzusehen, wie sie versuchen eine heile Schwimmblase aus dem Fisch zu operieren.

Jetzt setze ich erstmal eine Woche aus, um zum Seminar nach Greifswald zu fahren. Dort haben wir wieder viele Projekte, diesmal zum Thema „Energie“. Ich hoffe, ihr fleißigen Leser bleibt mir weiterhin erhalten. Ihr hört von mir im Februar wieder.

Eure Helen

Ein erlebnisreicher Februar

Hey ihr Lieben,

nun ist schon ein halbes Jahr meines FÖJs vergangen und für mich verging es wie im Flug. Die Arbeit hier im OZEANEUM macht mir weiterhin sehr viel Spaß und ich bin sehr gespannt, was mich in den nächsten sechs Monaten noch alles erwartet.

Der Februar begann mit der Seminarfahrt nach Greifswald zusammen mit anderen FÖJ-lern. Wir gestalteten viele verschiedene Projekte rund um das Thema Energie. Besonders aufregend war der Besuch im stillgelegten Atomkraftwerk in Lubmin, wo schon seit vielen Jahren am Rückbau des Atomkraftwerks gearbeitet wird. Des Weiteren haben wir eine riesige Müllsammelaktion in und um Greifswald gestartet. Zusammengekommen ist ein ganzer Container voller Müll – von alten Fahrrädern bis hin zu Fernsehern war alles mit dabei. Nach einer erlebnisreichen Woche ging es für mich wieder zurück nach Stralsund und ab ins OZEANEUM. Da die Winterferien in Mecklenburg-Vorpommern begonnen hatten, war im OZEANEUM viel los. Gleichzeitig startete auch das Ferienprogramm mit unterschiedlichen Aktionen zum Mitmachen. Im Wechsel mit zwei Kolleginnen habe ich zweimal täglich für euch das Quizrad betreut. Es wurde kräftig gedreht und viele, teilweise knifflige Fragen zu Tieren aus der Ostsee beantwortet. Anschließend gab es sogar einen kleinen Preis für die richtige Antwort. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, euch die Fragen zu stellen und zuzusehen, wie ihr gemeinsam mit mir oder mit euren Eltern (als Publikumsjoker) überlegt und gerätselt habt, welche Antwort wohl die Richtige sei. Wer jetzt denkt er hätte etwas verpasst, braucht nicht traurig zu sein, denn das OZEANEUM hat in den Ferien immer tolle Angebote zum Mitmachen – also kommt gerne vorbei.

Ein weiteres Highlight im Februar war die Bildungsfahrt nach Bremen mit dem Team aus der Museumspädagogik. Wir schauten uns zwei Museen, das Universum und das Überseemuseum, an und erkundeten dabei nicht nur die Ausstellungen, sondern schauten auch im Bereich Museumspädagogik hinter die Kulissen und tauschten uns mit den Mitarbeitern über die Museen aus. Im Universum kann man viele Sachen ausprobieren rund um die drei Bereiche Technik, Mensch und Natur. So kam es, dass ich auf optische Täuschungen hereinfiel oder auf dem sogenannten „Erdbebensofa“ ein Erdbeben erlebte, was mich so richtig durchschüttelte. Abends haben wir uns dann die Altstadt von Bremen angeschaut und die Bremer Stadtmusikanten besucht. Kleiner Tipp: wenn ihr mal an den Bremer Stadtmusikanten vorbeikommt, solltet ihr dem Esel an die Hufe fassen - das bringt nämlich Glück. Am nächsten Tag besuchten wir das Überseemuseum, welches verschiedene Kontinente wie Afrika und Asien darstellt. Die Ausstellungen zeigen nicht nur, was vor langer Zeit einmal stattgefunden hat, sie nehmen auch Bezug auf aktuelle Themen und wie die Menschen an den unterschiedlichsten Orten der Welt leben. Sehr begeistert war ich außerdem von dem Schaumagazin, da es für die Besucher frei zugänglich ist. Es ist eine riesige Ansammlung von alten Gegenständen aus der ganzen Welt: alte Löffel und Schüsseln, Messer und Schwerter und vieles mehr. Nach diesen zwei sehr interessanten Museumsbesuchen ging es abends wieder zurück nach Stralsund. Es waren zwei sehr schöne, erlebnisreiche Tage zusammen mit meinen Kollegen aus der Museumspädagogik und ich werde gerne wieder Bremen erkunden.

Bis bald,

eure Helen

Der Frühling kommt

Hai ihr Lieben,

es wird langsam wärmer, die Krokusse sprießen aus dem Boden und es wird Frühling. Auch das OZEANEUM erstrahlt wieder in neuer Blüte. Die großen Wale in Originalgröße in der Halle „Riesen der Meere“ wurden nämlich einem Frühjahrsputz unterzogen. Mit riesigen Hebebühnen sind unsere Techniker nach Öffnungszeit nach oben gefahren, um die Walmodelle mit einem speziellen Staubsauger abzusaugen. Ich kann euch sagen, dass ist nichts für Leute mit Höhenangst. Des Weiteren wird gerade unser Kindermeer umgebaut und es ist ein tolles Wandbild entstanden, welches eine Dünenlandschaft zeigt. Ich bin schon sehr gespannt, wie es aussieht, wenn es fertig ist.

Dann gab es für mich noch zwei aufregende Veranstaltungen. Ich durfte mit einer Kita die Haiforscher-Tour zum ersten Mal ganz alleine machen. Zusammen sind wir auf Entdeckungsreise durchs OZEANEUM gegangen. Wir haben über die vielen spitzen Zahnreihen von Haien gesprochen und uns kleine Katzenhai-Eier angeschaut. Besonders schön fand ich, wie die Kinder gestaunt haben. Wusstet ihr zum Beispiel, dass unsere Sandtigerhaidame Niki im Leben ca. 10.000 Zähne verlieren kann? Es kommen immer wieder Zähne nach und sie hat dabei noch nicht mal Zahnschmerzen oder muss zum Zahnarzt. Beneidenswert :)

Außerdem habe ich meine erste Highlightführung mit einer Schulklasse durchgeführt. Zusammen haben wir das OZEANEUM in 60 Minuten erkundet. Wir standen unter den riesigen Walmodellen, haben die Ostsee erforscht, sind zu den Haien abgetaucht und haben uns am Ende die Fütterungen unseres größten Beckens angeschaut. Ich war sehr aufgeregt, aber am Ende hat alles gut geklappt und ich habe auch positives Feedback bekommen.

Ich habe euch diesmal schon so früh geschrieben, da ich jetzt für zwei Wochen in den Urlaub fahre. Ihr könnt euch aber schon auf den nächsten Blogeintrag freuen, denn im April bin ich wieder da und berichte euch über die neuesten Dinge aus dem OZEANEUM.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und bis bald,

eure Helen

Aprilwetter und volle Hütte

Hai ihr Lieben,

seit meinem letzten Blogeintrag ist viel passiert. Ich war im Urlaub und habe mir die Unterwasserwelt im Indischen Ozean angeschaut. Als ich dann wieder meinen ersten Arbeitstag hatte, fühlte ich mich kurzzeitig wie eine Fremde: es war so viel in kurzer Zeit passiert und hatte sich verändert. Im Erlebnisbereich Kindermeer wurde eifrig der neue Leuchtturm erkundet und die Rutsche hinuntergerutscht. Auf der Dachterrasse standen unsere Humboldtpinguine und wärmten sich in der Sonne ihr Gefieder. Und zu guter Letzt hatte das neue Jahresthema „Meereskinder“ begonnen und ich machte mich mit neuen Texten und Vitrinen vertraut.

Nach kurzer Zeit steckte ich jedoch wieder im normalen Arbeitsalltag drinnen und staunte über den großen Besucheransturm in den Osterferien. Besonders Spaß hat mir dabei die Gute-Nacht-Meeresgeschichtentour am letzten Ferientag gemacht. Im Schlafanzug und mit Kuscheltier ging es abends durch das OZEANEUM. Meine Kollegin las an verschiedenen Stationen im Haus eine Meeresgeschichte vor und zeigte spannende Präparate. In der Gruppe war außenstehenden Besuchern klar, dass wir eine besondere Veranstaltung hatten. Als ich jedoch im Pyjama allein durch das OZEANEUM lief, gab es viele lustige Bemerkungen und skeptische Blicke. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur die Kinder, sondern auch mich am Ende wohlig schläfrig machte.

Kaum war ich im normalen Alltag wieder integriert, fanden auch schon zwei Führungen statt. Das Besondere war, dass ich a) einen Monat nicht mehr vor einer Klasse stand und b) diesmal keiner meiner Kollegen mitlief. Ich war also ganz auf mich allein gestellt. Lange Aufregung, kurzer Moment – die 60 Minuten Führung vergingen wie im Fluge und machten mir Spaß. Es ist schön, wenn man den Klassen die Highlights im OZEANEUM zeigen darf und sie anfangen zu staunen oder nachdenklich werden. Besonders toll daran ist jedoch, dass man seine ganz persönlichen Lieblingsorte im Haus nebenbei mit vorstellen kann.

Zu guter Letzt will ich euch noch auf eine ganz besondere Abenteuerreise aufmerksam machen! Corinna und Alex machen eine Ostseerundfahrt in 100 Tagen und schreiben wöchentlich Blogeinträge über ihre Entdeckungen auf hoher See. Heute habe ich mir ihr Segelboot, die „Vacuna“, einmal angeschaut und ich muss schon sagen: die haben Mut! Ich würde mich das nicht trauen, doch ich bin auch noch nie Segelboot gefahren. Aber wer weiß, es gibt für alles ein erstes Mal :-) . Wenn ihr auch so neugierig seid wie ich, dann verfolgt doch ihren Blog:

https://www.ozeaneum.de/blog-expedition-ostseetiere/

Mal sehen, ob sie auf ihrem Weg einen Schweinswal sehen.

Stürmische Grüße aus Stralsund und bis bald,

eure Helen!

Zwiebeln von Unkraut beseitigen zusammen mit FÖJlerin Johanna. (Foto: Marie Heinke)

Abtauchen, Erkunden, Entspannen

Moin moin ihr Lieben,

der Mai ist nun vorbei und schon brechen meine letzten drei Monate an. Das Jahr bis hierhin verging schnell, doch ich genieße die noch kommende Zeit in vollen Zügen. Nun ist es richtig warm (geradezu heiß) draußen und die Ersten haben sich schon zum Baden in die Ostsee getraut. Ich natürlich auch. Mit meiner Familie habe ich ein Wochenende auf Rügen verbracht. Da gutes Wetter war, hieß es: wer traut sich ins kühle Nass? Die Ostsee war noch sehr kalt, aber nach kurzer Überwindung schaffte ich es, eine kleine Bahn zu schwimmen. Danach ging es schnell wieder ins Warme und man fühlte sich angenehm erfrischt.

Auch im OZEANEUM ging es ab ins kühle Nass. Zwei unserer Aquarianer tauchten in unserem größten Becken – dem Offenen Atlantik. In neun Meter tiefem Wasser wurde von einem Taucher die Scheibe geputzt und der andere behielt unsere Sandtigerhai-Dame Niki im Auge. Sandtigerhaie sind in der Regel nicht aggressiv gegenüber Menschen, jedoch sehr neugierig. Als Vorsichtsmaßnahme wird daher immer zu zweit in unserem größten Aquarium getaucht: Der Eine verrichtet die anstehende Arbeit und der Andere beobachtet Niki. Unsere Besucher freuen sich natürlich auch über das Spektakel – Taucher in Aquarien sieht man nicht jeden Tag! So kommt es dazu, dass auch ein bisschen Schabernack und Winken bei den Tauchgängen dazu gehört.

Mitte Mai war es dann wieder soweit: wir FÖJler hatten unsere vierte Seminarfahrt. Dieses Mal ging es nach Devin nahe Stralsund. Am ersten Tag liefen wir einmal um die Deviner Halbinsel herum und hielten nach besonderen und seltenen Vögeln Ausschau. Die größte Herausforderung kam jedoch am folgenden Tag, denn wir fuhren zu einem Kletterpark auf Rügen. Mit meiner Höhenangst zitterten mir des Öfteren die Knie, zum Beispiel wenn ich mich in fünf Metern Höhe wie Tarzan an einer Liane durch die Luft schwingen sollte. Letztendlich habe ich meine Höhenangst in dem Kletterpark besiegen können. Danach waren wir alle ziemlich knülle, doch unsere Rügentour ging weiter zum Biobauernhof in Kransdorf. Der Bauernhof ist einer von vielen Standorten von Insel e.V. Dort werden Menschen mit Behinderungen gefördert und können einer sinnvollen Arbeit nachgehen. Zusammen haben wir bei anstehenden Aufgaben mitgeholfen, zum Beispiel ein Zwiebelfeld von Unkraut befreit. Es war einer von fünf schönen Seminartagen. Folgende schöne Aktionen waren den Baumwipfelpfad zu erkunden, Müllsammelaktionen, Wanderungen und ein Besuch im Meeresmuseum.

Ich hoffe, ihr genießt auch die warmen Sommertage!

Bis bald,

eure Helen

Abenteuer Hochsaison

Ahoi aus dem Norden, 

jetzt habe ich nur noch zwei Monate im OZEANEUM vor mir und ich muss sagen: ich habe alle Hände voll zu tun. Es kommen viele Schulklassen ins Haus, da sie vor den Sommerferien noch eine Abschlussklassenfahrt machen. Da darf natürlich eine Führung oder eine Themenwerkstatt im Programm nicht fehlen. Das Resultat: das OZEANEUM ist voller neugieriger Schüler und meine Stimme wird durch den Lärmpegel im ganzen Haus ziemlich belastet. Mit Tee und Halsbonbons hangle ich mich so von Führung zu Führung. Aber nicht nur Klassenfahrten bringen Besucher ins Haus, auch das Wetter spielte auf unserer Seite. Obwohl Sommer ist, hat es gefühlt eine ganze Woche nur geregnet und lange Besucherschlangen warteten vor dem OZEANEUM. Es war richtiges Museumswetter. Doch jetzt scheint wieder etwas die Sonne und die Touristen können auch an den Strand gehen oder die Stadt besichtigen, sodass wir uns alle etwas ausruhen können vor dem nächsten Ansturm.

Nach zehn Monaten meines FÖJs habe ich schon viel gesehen und habe jetzt eine Handvoll Führungen, die ich aus dem stehgreif halten kann. Ich kann mit euch auf Entdeckungstour durchs OZEANEUM gehen, ob als Haiforscher, Walkenner oder einfach nur um die Highlights im Haus zu erschnüffeln. Besonders Spaß macht es mir bei Schulklassen, die ganz viele Fragen haben. So kann ich mich ein bisschen von den Fragen leiten lassen und durch die Ausstellungen und Aquarien führen. Es macht mir mit jeder Altersstufe sehr viel Spaß, doch am niedlichsten sind natürlich die Kinder aus Kindergärten. Da sie oft in alle Richtungen auseinanderrennen, gibt es einen einfachen Trick, sie in der Gruppe zusammenzuhalten. Ich erzähle ihnen am Anfang, dass wir ein Schwarm Makrelen sind. Zum Schutz bleiben wir immer zusammen und mit Schwimmbewegungen erforschen wir dann die Aquarien. Ich kann euch sagen, mit solchen einfachen Hilfsmitteln ist das Problem gelöst.

Seit Ende Juni findet der Familiensommer wieder im OZEANEUM statt. Hier gibt es jeden zweiten Montag eine Ferienwerkstatt zum Thema „Ostsee“. Morgens gehen meine Kollegin und ich zum Strelasund und keschern kleine Garnelen und vieles mehr. Von 12 bis 15 Uhr habt ihr dann die Möglichkeit, euch die kleinen Lebewesen unter Mikroskopen anzuschauen, Quallen zu „streicheln“ oder „Schätze“ der Ostsee anzuschauen. Dabei erfahrt ihr viel Wissenswertes. Außerdem finden dreimal die Woche kostenlose Erlebnistouren statt. Wer also Lust hat, mehr über die Ausstellungen oder die Ostsee zu erfahren, ist herzlich eingeladen.

Im Juni stand ein für mich sehr wichtiger Punkt auf meiner „To-Do“ Liste: meine Abschlusspräsentation. Zusammen mit den Mitarbeitern der Museumspädagogik ließ ich das Jahr bis jetzt Revue passieren. Ich erinnerte mich an schöne, beeindruckende, lustige, ernste, traurige und verrückte Momente und bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen wurde viel gelacht und erzählt. Damit ging auch ein frühzeitiger Abschied von meiner Kollegin Nadine mit her. Sie wird bald eine einjährige Segeltour machen und die Meere auf hoher See erkunden. Ich werde sie sehr vermissen aber gleichzeitig weiß ich, dass wir uns wiedersehen werden und wünsche ihr ganz viel Spaß.

Ich hoffe, ihr habt eine schönen Sommer und tolle Ferien! Vielleicht sehen wir uns hier im OZEANEUM!

Bis bald,

eure Helen

Während einer Führung mit mir könnt ihr dem Riesenhai ins Maul schauen...
Während einer Führung mit mir könnt ihr dem Riesenhai ins Maul schauen...
...oder Plattfische beobachten! (Fotos: Julia Daebeler/ Ozeaneum Stralsund)
...oder Plattfische beobachten! (Fotos: Julia Daebeler/ Ozeaneum Stralsund)

Svens FÖJ 2015/2016

Hallo liebe Leser/innen, ich möchte mich kurz vorstellen.

Ich bin Sven, der derzeitige FÖJ-ler in der Museumspädagogik im OZEANEUM. Und ich werde von Zeit zu Zeit berichten, wie sich der Alltag hier gestaltet. 

Bleibt neugierig!

Sven

Das FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im OZEANEUM ist schön. 

So könnte man Einstieg und Arbeit hier beschreiben, würde aber bewusst spannende Details auslassen. Der erste Tag gestaltete sich als Kennlernrunde und eine Abarbeitung gesammelter Formalien wie Brandschutz, Reisekostenvereinbarung, Arbeitsschutz und haste nicht gehört. Doch schon von Anfang an sollte ich in den Ablauf der Museumspädagogik integriert werden. Mir wurden am PC mehrere Kalender angelegt. In der Schule war ich froh, wenn ich mein Hausaufgabenheft nicht vergessen habe, also eine enorme Umstellung. Mein eigener Büroplatz wurde mir zugeteilt, den ich am Anfang aber nicht oft benutzte, da es Hauptsaison war und ich bei allen möglichen Veranstaltungen mitgehen wollte. Aber dennoch fühle ich mich hier wohl, obwohl es eine dramatische Umstelllung für mich war. Denn Arbeiten ist eine ganz andere Hausnummer als Schule.  

Bleibt neugierig!

Sven

FÖJ'ler Sven unterstützt Schüler während einer Themenwerkstatt im OZEANEUM (© OZEANEUM)

Hallo liebe Leser/innen,

es ist Oktober. Kein besonders spannender Monat sagt ihr? Stimmt vielleicht, aber neben dem ehemaligen Feiertag „Tag der Republik“, welcher sich zufällig mit dem 20 jährigen Bestehen von Dr. Benke als Museumsdirektor jährte, passierten noch viele andere spannende Dinge. Und eins davon wollte ich gerne näher erläutern. Ich begleitete seit Beginn meines FÖJ im September eine AG und für so eine Veranstaltung muss manchmal mehr, manchmal weniger vor- und nachbereitet werden. Das heisst es müssen Exponate bereitgestellt werden, welche mit passenden Aufgabenblättern in einen Wagen geräumt werden müssen. Dieser Wagen muss an seinen Einsatzort bugsiert werden und und und. Am Ende der Veranstaltung, also in der Nachbereitung läuft die Aktion natürlich andersherum. Während der Veranstaltung habe ich eher eine helfende Rolle für Fragen wie „Können sie mir mal hier helfen?“ oder „Was kommt da hin?“. Schön für mich zu sehen ist, dass die Kinder der AG langsam Vertrauen aufbauen und mich zunehmend persönlich begrüßen, wenn ich diese aus dem Foyer abhole, um in den Tag zu starten. Soweit von mir.

Bleibt neugierig!

Sven

Alles hat seine Ordnung - der Kursraum im OZEANEUM (© Foto: J.-M. Schlorke)

Hallo liebe Leser/innen,

es ist nordischer Sommer, sprich es regnet, die Temperaturen machen keine Freudensprünge und wenn man gerade keine Kopfbedeckung mit Gummizug hat, sollte man diese festhalten. Doch als norddeutscher Jung macht mir das nichts aus. Bin ja schließlich nicht aus Zucker. Erst wenn der Sturm das Wasser über die Kaimauer drückt, erst dann zieh ich mir eine Mütze an, vielleicht. Somit eigentlich perfektes Museumswetter, doch man merkt, dass die Hauptsaison vorbei ist. In keinem Bundesland sind mehr Ferien und wer jetzt Urlaub macht, dann ganz sicher nicht an der Ostseeküste. Dementsprechend widmete ich mich vermehrt der Arbeit am Computer um zum einen Recherchearbeit zu betreiben, zum anderen diese in Projekte für nächstes Jahr umzuwandeln. Nebenbei erledigte ich noch routinemäßige Aufgaben wie Aquarium putzen & füttern sowie Rechnungen holen und diese einordnen bzw. archivieren.  Beendet wird der November für mich mit dem Anfang meines zweiten Seminares. Dieses wird mindestens genauso gut wie das Letzte, hoffe ich.

Bleibt neugierig!

Sven

„Und aufräumen darf der FÖJ'ler auch noch.“ (© Foto: OZEANEUM)

Hallo liebe Leser/innen,

vorweg passierte Ende November etwas Interessantes. Ich durfte repräsentativ das OZEANEUM auf dem „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ vertreten. Dort war neben dem OZEANEUM auch das MEERESMUSEUM mit einem Stand vertreten. Dieser „Marktplatz“ sollte Schulen oder anderen pädagogischen Einrichtungen die Möglichkeit geben, mit Institutionen Kooperationen eingehen zu können, zum Beispiel  in Form von AG’s wie sie bereits im OZEANUM stattfinden. 

Dann ging es weiter zum FÖJ Seminar nach Burg Stargard (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, M-V). Das Thema war dieses Mal „Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Leben“. Durch viele Fachvorträge angeregt, versuchten die anderen FÖJ’ler und ich, die typische Adventszeit nachhaltig  zu bestreiten. Somit backten wir zum Beispiel vegane Plätzchen.

Etwas Zeit für museale Besinnlichkeit blieb jedoch auch: Zusammen mit den Museumspädagogen vom MEERESMUSEUM verbrachten wir  gemeinsame Zeit bei einem Weihnachtsfrühstück in unserem Kursraum auf der Dachterrasse. Ich hoffe Ihr habt es euch auch gemütlich gemacht und euch auf die Festtage eingestimmt. In dem Sinne wünsche ich euch ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Bleibt auch im neuen Jahr neugierig!

Sven

„Können sie mir helfen?“ (© Foto: OZEANEUM Stralsund)

Hallo liebe Leser/innen,

ich darf euch auch wieder im neuen Jahr begrüßen! Die Temperaturen der letzten Wochen hätten es zugelassen, dass man einen kleinen Spaziergang vom OZEANEUM zum NAUTINEUM über den Sund unternehmen kann, doch ich besuchte dieses lieber mit dem sicheren Fahrrad. Ihr fragt euch sicher warum ich dort war. Nun, im NAUTINEUM, besser gesagt in der Präparationshalle des NAUTINEUMs, wurde unter der Leitung von Dr. Timo Moritz gesammeltes Probenmaterial verschiedenster Fischarten aufgearbeitet. Zusammen mit einigen Museumspädagogen durfte ich Teil seiner wissbegierigen Zuhörer sein. Es war sehr interessant, sich die Fische verschiedenster Art von Nahem anzugucken…auch wenn ich mich wunderte, dass diese nicht quadratisch und mit einer goldgelben Marinade versehen waren. Wurde eine Fischart bestimmt, folgte die Entnahme einer DNA-Probe. Diese wurde in ein kleines Röhrchen mit Kennung verpackt. Ein klitzekleines Stück Gewebe reichte aus, um daran weitere Analysen der Art vorzunehmen.

Weiterhin befindet sich mittlerweile mein eigenes FÖJ-Projekt in den Startlöchern. Angestrebt habe ich, Kindern das Prinzip der Nachhaltigkeit näher zu bringen. Dabei besorge ich mir Hilfe von meinen FÖJ Kollegen aus dem MEERESMUSEUM. Anhand von alltäglichen Gegenständen bzw. Spielzeugen, die den Kindern vertraut sind, möchte ich ihnen diese wichtige Angelegenheit verdeutlichen. Wie zum Beispiel, dass das in einigen Duschgels vorhandene Mikroplastik eine immense Herausforderung an heutige Kläranlagen stellt und damit auch zu einer realen Bedrohung für unsere Meere wird. Das zu verstehen und auf den Alltag anzuwenden, werde ich versuchen den Schülern näher zu bringen.

Bleibt neugierig!

Sven

 

 

Studenten am Arbeiten (© OZEANEUM)
Ein Verwandter von Dori (© OZEANEUM)

Hallo liebe Leser/innen,

der Februar begann mit meinem nun schon dritten Seminar in Greifswald. Thema dieses Mal war „Nachhaltig leben.“. Dazu passend hatten wir verschiedenste Referenten bzw. Workshops und erlebten spannende Exkursionen, zum Beispiel besuchten wir das stillgelegte AKW in Lubmin oder betraten das mysteriöse „Drachenreich“ (mehr dazu könnt ihr hier finden: http://www.succow-stiftung.de/lanken.html).

Das heißt aber auch gleichzeitig für mich, Halbzeit. Ich bin, mit Beendigung des Februars, schon ein halbes Jahr im OZEANEUM. Die Zeit verging wie im Flug, kaum bin ich aus der Schulbank herausgestolpert, schon bin ich im festen Arbeitsalltag angekommen. Dieser füllte sich diesen Monat auch weiterhin mit Veranstaltungen. Denn mit den Winterferien war es auch Zeit für ein kostenloses Winterferienprogramm. Somit gab es montags eine spannende Kinderführung zum Thema „Wale“ und mittwochs eine Veranstaltung mit  dem Taucheinsatzleiter Henning May. Er erklärte den wissbegierigen Zuhören welche Funktionen seine Ausrüstung hat, worauf man beim Tauchen achten muss und warum überhaupt Tauchgänge in einigen Aquarien stattfinden. Kaum an Land gesehen, konnte man ihn kurze Zeit später im kühlen Nass bestaunen. Ebenso schön war die Ferienwerkstatt. Sie thematisierte das Problem „Müll in unseren Meeren“. Dabei sollte vor allem Kindern der Zusammenhang von liegengelassenem Müll am Strand und kleinsten Plastikteilen in Organismen verdeutlicht werden. Durch kleine Stationen wurde ihnen gezeigt, dass Müll im Meer nicht in seiner Ursprungsform bleibt. Langfristig gesehen kann das zu einer Gefahr für die Lebewesen in den Meeren werden und somit auch für uns Menschen.

Bleibt neugierig!

Sven

Taucheinsatzleiter Henning May erklärt wie eine Tauchausrüstung funktioniert. (© OZEANEUM)

Hallo liebe Leser/innen,

ganz so Frühlings-like hat der März ja nicht begonnen, doch mittlerweile ist er auch schon auf der Hafeninsel angekommen. Und was ist das Erste was man mit Frühling in Verbindung bringt? Sprießende Blumen und natürlich der Osterhase - genau. Passend dazu gab es in den Osterferien eine kleine Aktion im OZEANEUM. Im gesamten Haus wurden Ostereier versteckt. Diese kugelten nicht ganz willkürlich durch die Ausstellungen, sondern wurden gezielt platziert. Denn überall wo ein Osterei zu finden war, konnte man spannende Dinge zum neuen Jahresthema „Kraken & Konsorten“ erfahren.

Weiterhin durfte ich zweimal die Veranstaltung „Minis im Museum - Wale“ mitgestalten. Anfangs hatte ich noch einen kleinen Sprachanteil, doch schon bei der zweiten Durchführung betrug mein Anteil die Hälfte. Dabei habe ich den Kindern das Thema „Wale“ näher gebracht. Ich zeigte ihnen unsern heimischen Wal in der Ostsee,  aber auch die Giganten der Meere. Durch spielerische Vermittlung haben die Kinder unter Anderem den Unterschied zwischen Wal und Fisch kennengelernt und konnten echte Knochen eines Wales begutachten. Damit habe ich mich qualifiziert, in Zukunft diese Veranstaltung mit den Schülern alleine durchzuführen. Diese gehen eine dreiviertel Stunde und machen mir persönlich viel Spaß, da die Grundschüler viel Fantasie haben und interessante Fragen stellen.

Bleibt neugierig!

Sven

Passend zum Jahresthema. (© OZEANEUM)

Hallo liebe Leser/innen,

Fakt ist, das Aprilwetter ist wirklich unberechenbar. Somit war das OZEANEUM auch an vielen Tagen stark frequentiert. Und gerade an den Tagen wo ich meine ersten eigenen Veranstaltungen durchgeführt habe. Doch den Spaß an der Sache hat es kein Fünkchen gemindert. Ich habe ja letzten Monat die Qualifikation erlangt „Minis im Museum – Wale“ eigenständig durchzuführen und nun war es soweit. Anfangs noch ein wenig aufgeregt, startete ich mit einer 3. Klasse ins Programm, doch schnell zeigten mir die Kinder ihr Interesse an dem Thema und auch ein wenig an mir. Denn eine männliche Lehrerrolle sind Schüler nicht so gewöhnt, empfanden das aber als schöne Abwechslung. Am besten an der Veranstaltung war das Ende, nicht weil ich dann Pause hatte, sondern weil die Kinder mich doch baten weiter zu machen, da sie wohl echt viel Spaß hatten.

Neben den Programmen im OZEANEUM begaben wir uns auf eine Bildungsfahrt nach Bremerhaven. Dort haben wir uns zwei verschiedene und interessant gestaltete Museen angeschaut. Zum einen das Auswandererhaus und zum andern das Klimahaus. Das Auswandererhaus hat auf eine tolle Art und Weise die Geschichten von Einwandern und Auswandern gezeigt. Dabei war besonders interessant, dass die Fluchtgründe bzw. die Gründe für die Auswanderung damals wie heute immer noch die gleichen sind. Das Klimahaus dagegen vermittelte in einer sehr interaktiven Weise das Thema des Klimas, der Klimaschwankungen und des Klimawandels. Alles konnte ich dort leider nicht schaffen, die Fülle an Informationen war einfach zu viel.

 Ebenso neigen sich diesen Monat die Vorbereitungen für unser FÖJ – Projekt einem Ende entgegen. Eine erste Testveranstaltung ist für den 26. Mai geplant und somit gleich einmal unsere Generalprobe.

 Bleibt neugierig!

Sven

Ich sitze hier der Dame mit dem Hut gegenüber. (Auswandererhaus, © OZEANEUM)

Hallo liebe Leser/innen,

habt ihr das schon einmal in der Schule gehört: „Schönes Wetter! Wir verlegen den Unterricht nach draußen.“? Nein? Gut ich auch nicht, aber hier im OZEANEUM waren die Schüler dazu angehalten mit nach Draußen zu kommen. Aus einem ganz einfachen Grund: sie sollten die Lebenswelt des Sundes untersuchen. Dafür benutzten die Schüler eine Variation aus Keschern. Ob nun Wurf- oder Teleskopkescher - letztendlich zählte für sie etwas Interessantes in das Probenglas zu bekommen.

Ebenso viel war ich an der frischen Luft, denn Anfang Mai war es wieder Zeit für meine vorletzte Seminarwoche. Thema dieses Mal war „Natur erkunden“ in Gützkow und Umgebung. Dem Thema gleich am Anfang gefolgt, besuchten wir das Klaus-Bahlsen-Haus auf der Insel Usedom. Es ist das Besucherinformationszentrum des Naturparks der Insel und bietet eine kleine toll inszenierte Ausstellung über Flora und Fauna Usedoms und die Problematik der Moorentwässerung. Wenn man seine Unterkunft in Gützkow hat, darf eine Kanufahrt auf der Peene nicht fehlen. Zur selben Zeit erkundete ein Teil von uns die Moore in der Umgebung und befreite diese von störendem Unrat. Abschluss unseres Seminars bildete ein gemeinsames Essen mit den Flüchtlingen in Gützkow. Einige wollten es unbedingt nutzen, um ein wenig Deutsch zu lernen. Andere wollten unsere Kultur kennenlernen oder nutzten die Zeit einfach, um sich mit uns zu unterhalten -  auf Englisch versteht sich.

Die erste Testveranstaltung für mein eigenes Projekt habe ich nun auch absolviert. Diese fand hier im OZEANEUM, mit dem Jugendclub aus dem Meeresmuseum, statt. Nach der Schule trafen wir uns hier um gemeinsam ein, doch sehr theoretisches, Thema zu behandeln – Nachhaltigkeit. Somit starteten wir mit einem Spiel, um zu klären welchen Müll es eigentlich gibt. Das weckte in den Schülern die Lust sich auch aktiv zu beteiligen. Neben Mindesthaltbarkeitsdatum, Mikroplastik und „Was bringt nachhaltig Leben eigentlich?“, sahen wir uns an wer schon beim Frühstück den meisten Müll verursacht oder wer schon alleine darauf achtet so wenig wie möglich zu verursachen. Im Großen und Ganzen war es eine gelungene Veranstaltung.

Bleibt neugierig!

Sven

Hallo liebe Leser/innen,

mit dem Juni steht auch gleich die Hitze im Haus. Glücklicherweise verbrachte ich den Großteil meiner Zeit in den Ausstellungen und Aquarien, die wohl temperiert sind. Unter den zahlreichen Veranstaltungen befand sich auch eine ganz besondere für mich. Ich führte mit meinen FÖJ Kollegen unser Projekt mit Schülern der 6. Klasse einer Stralsunder Schule durch. Anfangs noch etwas holprig gestartet, verlief die Veranstaltung erstaunlicherweise echt gut. Die Auswertung des Projektes zeigte, dass die Schüler einen großen Gefallen daran hatten und vor allem auch etwas an Informationen mitgenommen haben.

Ebenso war diesen Monat der wichtigste Tag im freiwilligen ökologischen Jahr. Der Landesaktionstag ermöglichte uns, der Öffentlichkeit zu zeigen, was ein FÖJ ist und welche Themen wir vertreten. Mit kleinen Bastelständen die zum „Upcycling“ aufriefen und Experimenten die das Thema „Mikroplastik“ veranschaulichten, konnten wir zeigen, dass es wichtig ist, dass sich junge Menschen mit der Problematik „Nachhaltigkeit“ und „Ökologie“ auseinandersetzen. Wenn es nicht unsere Generation schafft, dann keine. 

Bleibt neugierig!

Sven

Zu viele kreative Köpfe. (© OZEANEUM/ Stralsund)
"Hello." (Foto: Sven Dünow/ Ozeaneum Stralsund)

Hallo liebe Leser/innen,

last but not least steht in den nächsten Zeilen mein letzter FÖJ-Blog. Mein Jahr im OZEANEUM ist um und ich kann es eigentlich noch gar nicht so richtig begreifen. Eigentlich habe ich gefühlt vor einer Woche hier angefangen zu arbeiten und jetzt ist schon wieder Schluss. Auf jeden Fall hat das FÖJ das gebracht was es sollte, mir wurde klar was ich machen möchte. Somit gehe ich mit einem Sack voll Informationen, tollen Seminaren, neuen Leuten die ich kennenlernen durfte und einer wunderbaren Erinnerung an ein Team, mit dem ich zusammenarbeiten durfte. Wenn man sich einen tollen Einstieg ins Arbeitsleben vorstellen kann, dann habe ich ihn hier erfahren (und würde ihn auch gerne fortsetzen).

Ebenso besuchte ich meine letzte Seminarwoche in Brückentin. Hier versammelten sich alle FÖJ’ler aus MV und Berlin. Zusammen haben wir ein großes Angebot von Workshops auf die Beine gestellt. Von Töpfern bis Drachenboot fahren oder einen Ausflug zu der Gedenkstätte Ravensbrück-uns wurde sehr viel ermöglicht.

Abschließend möchte ich gerne sagen: wer sich nach der Schule nicht sicher ist was er wirklich machen möchte, für den kommt auf jeden Fall ein FÖJ in Frage. Vielleicht ja sogar hier im OZEANEUM.

Bleibt neugierig, die nächsten Einträge kommen dann von Helen.

Sven

Laras FÖJ 2014/2015

Hallo und Willkommen in meinem kleinen Blog,

mein Name ist Lara und ich mache dieses Jahr mein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im OZEANEUM im Bereich der Museumspädagogik. FÖJ? Was ist das denn? Wenn ihr solche oder ähnliche Fragen habt, dann seid Ihr herzlich dazu eingeladen, meine Blogeinträge durchzulesen!

Viel Spaß und liebe Grüße,

Eure Lara

Das Rad kommt ins Rollen

„Guten Tag. Ich bin Lara.“ schüchtern, verängstigt.
„Hallo Lara, ich bin Ria – Willkommen im OZEANEUM!“
Und hoch geht es ins Büro. 
„So Lara. Ich möchte Dir Deine neuen Kollegen vorstellen. Da haben wir die und die und die und den …“ – ah mir schwirrt der Kopf – „… und natürlich noch den und die …“ – ich komm echt nicht mehr mit – „so, das wäre die erste Abteilung. Auf zum nächsten Büro!“
Der erste Tag meines FÖJs war anstrengend!
Doch das Rad war ins Rollen gekommen. Es ließ sich nicht mehr aufhalten. Und ich wirbelte mit, wurde dabei in ein abgesprochenes Chaos gezogen.

“It has to start somewhere, it has to start sometime. What better place than here, what better time than now?” - Rage against the machine

Heute, vier Wochen später, ist mein Alltag allmählich geordnet. Morgens bahnt sich ein alltäglicher Trott an: Abrechnungen holen, Rallyes falten, Präparate aufräumen, Themenwerkstätte vorbereiten. Und doch sind meine Tage noch unterbrochen von Überraschungen. Was passiert heute? Eine Rallye? Zwei? Themenwerkstätten, Führungen? Oder soll ich selber durch die Ausstellungen und Aquarien streichen und mir Wissen aneignen? Jede neue Aufgabe empfange ich mit offenen Armen. Ich möchte lernen und forschen, entdecken und verstehen. Tag täglich steht eine neue Aufgabe an und ich bin froh mich zu diesem Schritt entschlossen zu haben. Es ist etwas vollkommen anderes als Schule. Das Lernen und das Leben. Es ist teilweise leichter aber auch schwieriger. Leichter, da das Lernen so neben bei geschieht und ich doch viel mehr aufnehme als während der Schulzeit. Und schwieriger, weil ich selbstständig werden muss. Doch ich bin bereit. Ich stürze mich in das Abenteuer namens „FÖJ im OZEANEUM“!

Eure (sich in der Eingewöhnungsphase befindende) Lara

FÖJ im OZEANEUM: Blog September

It's time to take the chance

Hey Ihr Lieben,

ein weiterer Monat ist ins Land gezogen und er brachte Regen, Herbst und immer mehr Aufgaben mit sich. Aufgaben, die ich immer selbstständiger zu lösen habe.
Denn bald ist es auch an der Zeit, selbst die Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen. Ich bin gespannt und sitze wie auf heißen Kohlen, wann es wohl so weit ist. Ich bin bereit – jetzt fehlt nur noch die Gruppe, die bereit für mich ist.
Doch durch das gut besuchte Haus ist immer irgendetwas zu erledigen.

Hier ein kleiner Versuch, den Oktober im OZEANEUM in einem Gedicht zu beschreiben:

Im OZEANEUM wuselt‘s um mich her,
ein unabsehbar‘ Menschenmeer.
Denn es ging ein Ruf durch aller Mund‘:
„Versammelt Euch in Stralsund“!
An Aufgaben in dieser Zeit mangelt‘s nicht,
denn mit der Kenntnis in diesem Haus,
sind auch immer mehr Pflichten hier in Sicht.
und auch die Selbstständigkeit will jetzt raus.
Allein mit Gruppen umzugehen,
sie zu führen und zu leiten,
ist manchmal echt ein groß‘ Unternehmen
in diesen vollen Zeiten.
So such ich mir dann und wann,
Ruhe, wo immer ich sie finden kann.

Denn heute bin ich in Stimmung zu reimen,
der Samen der Lyrik beginnt zu keimen.
Und so bringt jeder sein Talent hier zum Tragen,
zu helfen und bieten, ohne lang zu fragen.
Obwohl? Talent? Nie und nimmer.
Zum Dichter reicht‘s leider nicht immer.

Verzeiht mein stümperhaftes Gedicht. Doch hier im OZEANEUM habe ich die Chance, an allem zu tüfteln und mich kreativ einzubringen. Also was nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich hab ich noch 10 Monate, um daran zu arbeiten. Und doch werden die wohl schneller vorbeigehen, als ich Walther von der Vogelweide sagen kann.

Eure (mehr oder weniger poetische) Lara

FÖJ im OZEANEUM: Blog Oktober 2014

“NO“vember 

Was fällt euch als Erstes zum Monat November ein?

Also mir die Farbe Grau! Alles ist grau. Das Wetter, die Stadt, das Land, die Wälder und Felder. Die Stimmung. Die Gedanken. Trübe Gedanken – Winterdepressionen.

"Nebel hängt wie Rauch ums Haus,

drängt die Welt nach innen.

Ohne Not geht niemand aus,

alles fällt ins Sinnen.

 

Leiser wir die Hand, der Mund,

stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund,

träumen Mensch und Erde."

 

Halt! Stopp! Das passiert doch nur bei zu wenig Spaß und monotoner Arbeit! Davon kann hier wahrlich keine Rede sein.

Zum einen steht die Adventszeit bevor und meine Aufgabe ist es, für jedes Türchen ein Geschenk zu suchen und zu verpacken. Doch wer wäre ich, wenn ich es einfach nur in Geschenkpapier einrolle und mit Klebeband fixiere? Nein, Kreativität ist gefragt! Also los ins Internet und nach Geschenkverpackungen suchen ... und da haben wir auch schon eine Anleitung für eine schöne Verpackung und da noch eine! Gesagt getan. Bald habe ich meine Schachteln und Boxen zusammengeklebt und gefaltet. Doch es passen nicht alle Geschenke in die selbst gebastelten Verpackungen, also muss für das ein oder andere doch Geschenkpapier herhalten. Egal: Hübsch verziert und zusammengefaltet sollte auch das Kinderherzen erfreuen. Denn jeden Tag bis Weihnachten soll ein kleiner Museumsbesucher ein Geschenk erhalten. Also ran damit an den Weihnachtsbaum im Foyer des OZEANEUMs und gespannt warten!

Doch glaubt nicht, das wäre die einzige Aufgabe. Nein, nein!

Ich hatte endlich meine erste Rallye. Ich wurde auf eine fünfte Klasse losgelassen und stand nun, mit vor Aufregung ganz piepsiger Stimme, vor den Schülern.

Doch sie folgten meinem dünnen Stimmchen und so legte sich die Aufregung und wir wurden zu einem guten Team das gemeinsam das OZEANEUM erkundete. Nach anderthalb Stunden war die Veranstaltung dann auch wieder vorbei und ich ging mit vor stolz geschwellter Brust zurück ins Büro.

So hatte ich den ganzen grauen “NO“vember etwas zu tun, damit trübe Gedanken nicht die geringste Chance hatten mich heimtückisch einzuspannen.

Eure (hochmotivierte) Lara

Keine Zeit für trübe Gedanken: FÖJ im OZEANEUM im November 2014.

Es weihnachtet bald…

Und schon wieder ist ein Monat um. Und dazu auch noch ein ganzes Jahr! Die Weihnachtsglocken läuten und das Jahr 2014 schleppt sich mit letzten müden Schritten seinem Ende entgegen.

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter mir. Kaum zu glauben, dass ich vor einem halben Jahr noch den letzten Prüfungen zitternd gegenüberstand und mich nur die nächsten paar Minuten interessierten. Jetzt rauschen die Tage nur so an mir vorbei und die Suche nach einem Lebensweg, fernab des OZEANEUMs, wird zunehmend präsenter. Doch erst einmal heißt es die letzten Arbeitstage vor der Weihnachtspause zu überstehen. Und natürlich in weihnachtliche Stimmung kommen. Doch das ist gar nicht so einfach bei dem Wetter dort draußen. Regen ohne Ende und das bei kuschligen 5°C Außentemperatur. Da wirkt der Weihnachtsbaum irgendwie fehl am Platz.

Doch es kann nicht immer perfekte Weihnachten geben. Also über das freuen, was ist. Zum Beispiel über eine berauschende Weihnachtsfeier in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere – hier noch einmal ein riesen Dank an das großartige Organisationsteam. An eine schöne Seminarwoche mit einer ganz besonderen FÖJ-Gruppe. Oder an viele Stunden, die ich mit Besuchern in dem winterlich leeren Haus verbracht habe und wir dabei gemeinsam viel mehr entdecken konnten als während der vollen Sommermonate. In dieser Zeit wirken auch die Fische besonders entspannt und ziehen friedlich ihre Bahnen während sie von leuchtenden Kinderaugen bewundert werden.

„Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon machen um die Besinnung gebracht.“ – Joachim Ringelnatz

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes und entspanntes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure (noch so gar nicht weihnachtliche) Lara

Weihnachtsbaum im OZEANEUM

Neues Jahr…

…, neues Glück, neue Aufgaben, neues Thema. Das OZEANEUM lädt seine Besucher dieses Jahr dazu ein, mit ihm in die geheimnisvolle Tiefsee einzutauchen. Das bedeutet aber nicht nur, dass sich im Museum einige Dinge verändern. Auch die Mitarbeiter müssen sich auf das Thema einstimmen. Das schließt mich natürlich mit ein. Gerade in der ruhigen Winterzeit ist diese Recherchearbeit eine spannende Abwechslung im Arbeitsalltag. Bücher werden gewälzt und das Internet durchforstet. Doch da die Tiefsee ein bislang sehr wenig erforschter Ort ist, ist es gar nicht so einfach sich darüber Wissen anzueignen. Aber mit der Zeit bekommt man langsam den Durchblick.

„Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean.“ – Isaac Newton

Auch ein Praktikant war in diesem Monat mit dabei. Ich saß also nicht allein am Schreibtisch und hatte jemanden, mit dem ich manche Arbeit teilen konnte. An meinem Schreibtisch verbrachte ich zuletzt viel Zeit: in den Wintermonaten sind die Schulen nicht so viel auf Klassenfahrten und Tagesausflügen unterwegs. Doch überraschend viel ist für mich am Computer zu erledigen. Ein ganz anderes Arbeitsumfeld umgibt mich hier. Jetzt hab ich die Chance in einen Bürojob reinzuschnuppern. Und ich muss sagen, solang dass nicht das ganze Jahr so geht ist es auch ganz nett! Doch auch vor allem, weil ich zwischendurch immer mal etwas in der Ausstellung nachlesen muss oder anderweitig im Museum unterwegs bin. Bewegung zwischendurch ist immer gut!
Bewegung gibt es auch bei einer Aktion die gerade im OZEANEUM läuft. Ein neues Verbrechen wurde im Museum begangen. Die Säge eines Sägefisches wurde gestohlen. Es ist schön, viele kleine, eifrige Detektive zu beobachten, die durch das Haus laufen. Immer auf der Suche nach dem Täter. Denn der neue Fall von Tatort Museum ist angelaufen. Ob sie den Schurken wohl bekommen?

Eure (Sherlock Holmes mäßige) Lara

FÖJlerin Lara auf Spurensuche im OZEANEUM

Es bleibt ruhig

Auch diesen Monat besuchten uns durch die Winterferien nicht ganz so viele Schulklassen. Dafür statten uns die Lehrer einen Besuch ab. Eine meiner Kolleginnen aus der Museumspädagogik organisierte Anfang des Monats eine Veranstaltung für Lehrer. An diesem Lehrerinformationstag konnten diese einen Einblick in alle möglichen Programme des OZEANEUMs für Schulklassen bekommen. Die Lehrer hatten die Möglichkeit spezielle Fragen zu stellen, sich „Aug in Aug“ mit der Pädagogin zu unterhalten oder sich auch mit anderen Lehrern auszutauschen. So verlief der Vormittag mit einem entspannten Vortrag und dem Betrachten von Präparaten und lebenden Tieren. Am Nachmittag gab es eine weitere Veranstaltung für die Lehrer. Da kamen dann Referenten von außerhalb, wie beispielsweise von der ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung) ins OZEANEUM.

Diese Informationstage wurden an zwei Tagen angeboten. Einmal für Grund- und Förderschulen und einmal für weiterführende Schulen. Ich durfte an beiden Tagen teilnehmen, lernte dabei selbst noch viel über unsere Programme und fütterte vor den Lehrern Seesterne und Blumentiere. Dazu kam die Möglichkeit mal wieder vom Computer weg zu kommen und mich wieder mehr mit der Praxis als der Theorie zu beschäftigen.

Mit dieser Praxis konnte ich mich auch bei meiner ersten Veranstaltung in diesem Jahr beschäftigen. Endlich wurde ich wieder auf Schüler los gelassen. Durch zwei Monate Recherchearbeit war ich mir schon viel sicherer bei den Themen und so fühlte ich mich richtig wohl, wie ich da vor den 6.-Klässlern herum hopste. Obwohl die Schüler sehr selbstständig durch das Museum streiften und ihre Aufgabe bearbeiteten, hatte ich dennoch das Gefühl mal wieder unter Menschen zu kommen und ihnen einiges über Kaltwassermeere beizubringen. Immer wieder kamen sie mit Fragen zu mir und ich half ihnen so gut ich konnte. Das war einer der wenigen Tage an dem das Museum mal wieder richtig voll war, da uns eine ganze Schule besuchte. Gleich nach der Veranstaltung kehrte jedoch wieder routinierte Ruhe ein. Doch wenn ich jetzt so in meinen Kalender schaue und die nächsten Monate begutachte, sehe ich viele, viele Veranstaltungen. Die Hände reibend setze ich mich wieder an meine Recherche, um für die Saison gewappnet zu sein.


Denn: “If you want a job done well, hire a professional.”- Leon der Profi

Eure (in Büchern versinkende) Lara

Bücher im OZEANEUM für die Recherche

Der Lenz ist da

Schneeglöckchen fangen an zu blühen, die Knospen an den Bäumen brechen auf. Sanft zieht der liebliche Duft von frisch verstreutem Dünger über das Land. Alle horchen auf – der Lenz ist da.

Die Fische pesen durch das Wasser. Pinguine schnäbeln und bauen ihr Nest. Das OZEANEUM leuchtet im ersten zaghaften Sonnenschein. Die Welt hält den Atem an. Alle horchen auf – der Lenz ist da.

Die Kinder drängen durch das Haus. Sie lachen, reden und stauen auch. Ich steh mittendrin und erzähle ihnen spannende Geschichten über Pinguine, Fische und große Wale. Das Museum füllt sich und alle horchen auf, denn – der Lenz ist da.

Die Winterpause nähert sich dem Ende. Alle laufen hektischer durch die Gegend. Das nächste Jahresthema steht in seiner Box bereit und scharrt schon mit den Hufen. Die Zeit ist gekommen, dass wieder mehrere Veranstaltungen die Woche anstehen. Es ist die Zeit der Kleinen. Der Minis im Museum. Sie sind neugierig und überhäufen mich mit Fragen. Mit kleinen Händen und leuchtenden Augen bestaunen sie alles was ich ihnen zeige. Ob Pinguin, Wal, Hai oder Flunder. Alles wird begeistert untersucht. Jeden Tag laufen Anfragen auf. Es ist als ob die Sonne sie alle aus ihren Löchern kitzelt. Der Kalender füllt sich zusehends.

Halbzeit für mich im OZEANEUM. Neben der Wahl eines Studienplatzes und eines zukünftigen Wohnsitzes rufen auch die täglichen Veranstaltungen. Also nutze ich die Zeit am Computer um noch einmal tief Luft zu holen, denn – der Lenz ist da!

„Der Frühling ist die Zeit der Pläne, der Vorsätze.“ - Leo N. Tolstoi

Eure (Luft holende) Lara

Humboldtpinguin im OZEANEUM

April, April

Nach meinem langen Urlaub, den ich über die Ostertage genommen habe, kam ich in das neu bestückte OZEANEUM. Kaltwasserkorallen! Habt ihr solche Tierchen schon mal gesehen? Mein erster Eindruck, als ich vor dem neu eröffneten Aquarium stand, war, dass sie im Licht der Spots unglaublich zerbrechlich wirken. Feingliedrig recken sich die zarten Kalkstrukturen ins Licht. In dem Dämmerlicht, welches sonst in ihren Aquarien herrscht wirken sie geheimnisvoll und auf faszinierende Weise majestätisch. Es ist etwas ganz besonderes, was das OZEANEUM seinen Besuchern seit kurzem ermöglicht – der Einblick in eine Welt, die bis vor kurzem noch niemand kannte.

Neben diesen neuen „Mitarbeitern“, gab es noch etwas Spannendes für mich zu erleben: ich durfte mit zu den Bewerbungsgesprächen von potentiellen FÖJ-Kandidaten für das Jahr 2015/2016. Und, oh Wunder, es wurde sogar schon jemand auserwählt! Also lieber Nachfolger, falls du dass hier liest: Herzlichen Glückwunsch!

Übrigens verbringe ich gerade meine knapp gewordene Computerzeit mit diesem Blogeintrag. Meine Hauptbeschäftigung ist inzwischen wieder eine ähnliche wie anfangs – ich baue Veranstaltungen auf und ab. Doch etwas Entscheidendes hat sich verändert: ich führe fast all diese Veranstaltungen alleine durch und entscheide selbst was ich dafür brauche. Es ist toll wieder so viel mit Schulklassen unterwegs zu sein und mit jedem Tag, mit jeder Klasse und mit jeder Frage steigt das eigene Selbstvertrauen.

“You can do it if you really try.” – das Känguru in "Das Känguru-Manifest" von Marc-Uwe Kling

Eure (hektische) Lara

FÖJlerin Lara mit einer Gruppe auf der Pinguinanlage des OZEANEUMs

Seemansgarn

Ahoi Ihr Landratten!

Jetzt hab ich tatsächlich eine Tradition gebrochen und schreibe 2 Monate in einem Blog-Eintrag. Doch was soll ich machen, es ist einfach sehr viel los hier im OZEANEUM. Die Schulklassen rennen uns die Türen ein.

Doch ich möchte Euch heute mal eine andere Seite meines FÖJs im OZEANEUM vorstellen. Es gibt nämlich die Möglichkeit auch in andere Arbeitsbereiche rein zu schnuppern. Und zwar in den der Schweinswal-Forschungsgruppe. Diese muss regelmäßig auf Ausfahrt mit dem Schiff um ihre Forschungsgeräte zu überprüfen, zu reparieren oder auszuwerten.

Und auf so eine Schifffahrt durfte ich mit:

Im zarten Morgenlicht eines neuen Tages regen sich die Maschinen der Seefuchs. Sie beginnen zu stampfen und zu rumoren. Auf Deck herrscht eine noch schläfrige Stimmung. 5 Uhr morgens ist aber auch nicht jedermanns Zeit. Doch die noch kühle Luft macht dem trägen Geist Beine. Bald schon läuft das Schiff aus dem kleinen Hafen  der Insel Dänholm und setzt die Segel Richtung Kap Arkona. Die Fahrt dahin wird mit allerhand Aufgaben gefüllt. An so einem Schiff gibt es tatsächlich immer was zu tun. Und wenn es nur Aufgaben sind wie Aufbacken, den Tisch decken auf Seemännisch. Doch auch zu entdecken gibt es dort reichlich. Also begebe ich mich auf Erkundungstour und helfe dabei wo ich kann. Als mich meine Rundreise dann hoch auf die Brücke bringt, übergibt mir der Steuermann - im Fachjargon auch Rudergänger - sogar das Steuerrad. Gar nicht so leicht den Kurs zu halten. Doch zum Glück ist das Wetter mit mir und ich habe eine ruhige See, während die Sonne auf's Deck brennt. So kommen wir gut an unserem Ziel an.

Eine Spiere (so eine lange gelbe Boje, an der ein Forschungsgerät befestigt ist) wurde anscheinend ausversehen von einem Schiff überfahren und dabei schwer beschädigt. Also wechseln die Leute der Schweinswal-Forschungstruppe das Gerät aus. - Hört sich jetzt einfacher an als es ist, das Ganze zog sich nämlich über 3 Stunden. - Nach mühevoller Arbeit dreht die Seefuchs wieder Richtung Stralsund. Mit abnehmendem Sonnenstand, wird es auch an Bord immer frischer. Immer der Sonne hinterher, erscheint langsam die Silhouette von Stralsund vor uns.

So endete mein bis dato längster Tag auf See. Ein Erlebnis, welches mir bisher nur das FÖJ bieten konnte.

Eure (bisher seefeste) Lara

FÖJlerin des OZEANEUMs am Steuer der Seefuchs

Hurra, Hurra die...

Na ich denke ihr wisst wie das Lied weiter geht. Im ganzen Land jubeln Schüler auf und laufen aus der Schule. Die Sommerferien haben begonnen! Und das haben wir auch hier in den letzten Wochen ganz schön gemerkt. Viele Schulen machen zum Jahresende hin eine Klassenfahrt. Und einige verschlägt es auch nach Stralsund oder in die nähere Umgebung. Im Klartext: Das OZEANEUM wurde in den letzten Schulwochen von Klassen überrannt. Und dazu kam noch eine große Anzahl anderer Gäste. Es war proppenvoll! Nach diesen Wochen litt meine Stimme doch ganz schön. Durch die vielen Menschen herrschte eine gewisse Grundlautstärke im Museum und um die zu übertönen, muss man schon ein bisschen lauter sprechen.

Jetzt in den Sommerferien gibt es nicht mehr so viele Veranstaltungen. Die Ferienprogramme haben begonnen. Montags gibt es eine Ferienwerkstatt namens "Die Ostsee unter der Lupe". Für die ziehe ich jeden Montagmorgen mit einer Kollegin oder einem Kollegen los, um taufrische Garnelen und was sich sonst noch so findet aus dem Sund zu Keschern. Das Ganze wird dann mit Kindern unter dem Mikroskop betrachtet und ausgewertet. Auch Quallen streicheln steht auf dem Programm und ganz Mutige dürfen auch mal einer Strandkrabbe den Rücken kraulen oder sie sogar hochnehmen. Hier in unserem Kursraum ist auch nicht so ein Gewusel wie im Rest vom OZEANEUM.

Ich bin ehrlich gesagt froh, während der Regentage keine Führungen halten zu müssen. Denn die letzten Wochen waren auch nur ein Vorgeschmack auf das was jetzt in den Sommerferien los ist. Der Regen treibt die Leute ins Haus. Hab ich nicht schon mal erwähnt, dass es im Oktober voll war? Ha! Ein schlechter Witz war das. Die Menschen werden nach Stralsund gespült wie Wasser an den Strand.

Eure (noch leicht heisere) Lara

"Die Ostsee unter der Lupe" im OZEANEUM (Foto: OZEANEUM Stralsund)

Ein neuer Anfang

Ich weiß noch genau, wie ich hier im OZEANEUM ankam. Ich war verschüchtert und unwahrscheinlich nervös. Doch schnell konnte ich mich einleben und wurde Teil eines großen Ganzen. Eines Getriebes, in dem sich jedes Rad drehen muss, damit die Maschine läuft. Als Einzelkämpfer ist nicht viel zu erreichen. Alle müssen an einem Strang ziehen. Solche und ähnliche Weisheiten durfte ich über das gesamte Jahr lernen. Ich bin gewachsen an dem Abenteuer namens "FÖJ im OZEANEUM". Doch dieses Abenteuer ist nun zu Ende. Ein neues lauert hinter der nächsten Ecke. Bin ich bereit? Ich hoffe es. Doch das Jahr ist vorbei und der Weg führt weg von hier. Zu gern würde ich noch hier in dem vertrauten Museum verweilen. Zu schnell ist die Zeit vergangen.

Auch im letzten Monat durfte ich nochmal einige spannende Sachen ausprobieren. Zum Beispiel sezierten Museumsmitarbeiter Schweinswale und Robben. Immer wieder werden diese tot ans Ufer der Ostsee gespült und bei der Sektion soll herausgefunden werden, warum sie gestorben sind und wie der generelle Zustand der Meeressäuger in der Ostsee ist.

Ich muss sagen, dass es schon ein eigenartiges Gefühl war, seine doppelt und dreifach behandschuhten Hände in so einen schon stark verwesten kleinen Wal zu stecken. Obwohl der Tag weder für die Augen noch für die Nase angenehm war, war es dennoch ungemein spannend zu sehen, wie so ein Körper von innen aussieht.

Ein zweites Ereignis war quasi mein Abschlussgeschenk. Ich durfte mit auf die Pinguinanlage und die kleinen Frackträger füttern. Gierig schnappten sie nach den Fischen, die ich ihnen leicht zögernd vor die Schnäbel hielt. Einer von ihnen setzte sich sogar neben mich und ließ sich streicheln. So kurz nach der Mauser ist ihr frisches Gefieder noch unglaublich weich. Doch diese unschuldig aussehenden Pinguine können ganz schön frech sein. Während dem Füttern kam es immer wieder zu kleinen Streitigkeiten um den Fisch, der gerade gereicht wurde und auch der Kleine neben mir machte mit seinem Schnabel darauf aufmerksam, dass er noch Hunger hatte. Gerne gab ich ihm und den anderen mehr. An diese Tätigkeit könnte ich mich wirklich gewöhnen.

Was jedoch jetzt auch auf mich wartete, war meine letzte Veranstaltung, das letzte Mal, dass ich mein Aquarium pflegte und hiermit auch mein letzter Blogeintrag. Der letzte Tag an dem ich das OZEANEUM als Mitarbeiter betrat. Denn dieses spannende, ereignisreiche und wunderbare Jahr ist vorbei.

Doch wo eine Ende ist, ist auch ein Anfang. Das Studium wartet. Und ich schaue der Zukunft erhobenen Hauptes entgegen, denn das FÖJ hat mich gestärkt und vorbereitet auf das was kommen mag.

Eure (Abschied nehmende) Lara

FÖJ-lerin Lara beim Pinguin füttern im OZEANEUM (Foto: OZEANEUM Stralsund)

Leas FÖJ 2013/2014

Auf zum Tanz

Hey!

Jetzt arbeite ich schon seit 4 Monaten als FÖJ-lerin im OZEANEUM, mein erstes Viertel-Jahr hier!

Ich will euch über mein Freiwilliges Ökologisches Jahr im OZEANEUM berichten, es folgt also ein kleiner FÖJ-ler Blog, mit regelmäßigen Berichten aus dem Museumsalltag.

Eure Lea

Ein Sturm zieht auf

So langsam hab ich den Dreh raus und mein Alltag bewegt sich in einem eingestampften Rhythmus. Es gefällt mir, früh morgens das Museum erwachen zu sehen, wie die Fische verschlafen durch das Becken taumeln. Die Pinguine das morgendliche Krähen des Hahnes übernehmen. Die Quallen in gewohnter Eleganz den Einklang zum Auftakt geben.

Mein persönlicher Morgenreport aus dem OZEANEUM.

„Das ist der Morgenreport
Höchst interessant Wort für Wort

Man erfährt hier vor Ort
was sich tut da und dort“
(König der Löwen)

Herbst und Winter sind ineinander übergelaufen und es stürmt und regnet. Der Sturm weht gewaltig über die See, sie schäumt und bäumt sich auf. Und ich stehe mit weit gespannten Armen auf dem Dach des OZEANEUMs und bin bereit zu fliegen.

"Es ist so ne Sache mit den Wundern, erst kommen Sie nicht, dann überfallen sie Dich. Du brauchst Dich nicht zu wundern, Wunder fragen nicht, sie fragen nicht." (Sportfreunde Stiller)

Eure Lea

Foto: Sabine Kramp

Eingefrorene Welt

Der Sturm und der Regen sind in Eis und Schnee verharrt. Die Welt ist eingefroren!

"Niemals wird die Stille so bewusst empfunden als nach dem Sturm."
(Erich Limpach)

Still.

Der Atem der eingefrorenen Welt lässt uns kurz klar blicken. Kalt aber klar.

Das OZEANEUM ragt neben dem starren Sund empor.
Schaut man durch die Glasfenster, so sieht man ein Gewühl. Ein Tohuwabohu - ein fast gemeingefährliches Durcheinander aus bunten Mützen, Jacken, Pullovern, Schals und Handschuhen.

Darunter: kleine Hände und kleine Füße, viele kleine Hände und viele kleine Füße.

Kleine Leute im großen Museum - es ist eine Kindergartengruppe.
Ihre Augen strahlen, und ihre Wangen sind gerötet.
Ungeduldig fangen kleine Kinderhände an, auf den Sitzbänken zu trommeln, Gemurmel, Getuschel und Geflüster machen sich breit und erfüllen die Eingangshalle des OZEANEUMs.

Dann bevor sie vor Neugier platzen, tauchen wir gemeinsam ab in die Tiefen der Kaltwassermeere, wir schwimmen mit den Riesen der Weltmeere und werden zu Entdeckern und Abenteurern.

"Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten, die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen, die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen."

(Jack Kerouac)

Deshalb fordere ich den rebellischen Dadaismus zum Kampf heraus.

Meine Ausrüstung:
Schere, Bleistifte, Tinte, Wasser,
Zeichenkohle, Stöcke, Leim, Kreide,
Papiertüten, Gummiband, Ton, Knete, Erde, Buntstifte,
Fundsachen, Fantasie, Mut

MACHT einfach mal MIST!
Eure Lea

Foto: OZEANEUM Stralsund

Frühling

Fröhliche Gesichter, warme Brisen, und luftige Gedanken.
Die Landschaft bekommt Farbe. Jemand hat sich einen Pinsel genommen und die Welt angemalt.
Grün für die Wiesen, Blätter der Sträucher und Bäume
Blau für das Meer, für den Himmel auf dem Zuckerwatteschafe tanzen.
Gelb, Orange, Rot und Lila für die Frühlingsblumen, die Farbtupfer der Wiesen und Felder.

Auch im OZEANEUM bricht eine neue Saison an.

Die Frühlingsgäste kommen!
Am Montag, dem 17.03 kam uns eine gesamte Grundschule besuchen. An dem Tag war das Foyer voll.

Überall neugierige, kleine Gesichter.

Ich weiß, eine Klasse aus diesem großen Gewusel ist meine. Ich kämpfe mich zur Lehrerin durch, die mich sehr freundlich begrüßt, erleichtert darüber ist, dass jemand sie bemerkt hat.

Es ist eine dritte Klasse, sie haben die Veranstaltung „Wer wickelt das Walbaby“ gebucht. Ich sehe es den Kindern an ihrer Nasenspitze an, dass sie endlich los wollen zu den Walen, raus aus der überfüllten Eingangshalle. Und ich begrüße sie mit den Worten: „Hallo, ich bin Lea. Habt ihr schon mal Wale gesehen? Wollt ihr mal Wale in Lebensgröße sehen? Na dann los!“

Ich stiefel voran und alle hinter mir her. Meine kleine Kinderschar. Es sind aufgeweckte, quirlige Kinder mit vielen Fragen. Wir schauen uns Pottwal, Blauwal, Buckelwal, und Schwertwal an. Reden über Barten, Zähne und ertesten uns im Krillfangen. Wir begutachten Walskelette und echte Walwirbel, die ich zum Anfassen mitgenommen habe. Am Ende stehen glückliche, aber erschöpfte Jungforscher vor mir, die auf die Frage „Wer wickelt das Walbaby“ wie aus der Pistole geschossen antworten können.

Kaum habe ich die eine Gruppe verabschiedet, erwartet mich die nächste Gruppe, auch eine dritte Klasse mit dem Programm „Wer wickelt das Walbaby“.

Ich hole kurz Luft,  durch die vorige Gruppe habe ich mich warm gespielt und ich freue auf die nächste Runde. Ich begrüße sie mit den Worten: „Hallo, ich bin Lea, wer hat Lust auf ein Abenteuer bei dem man Wale in Lebensgröße sehen kann? Ich brauche mutige Kinder!“ Die Kinder meiner zweiten Gruppe sind stürmische, stark wissensbegierige Kinder, die mich mit Fragen überschütten. Die folgenden 60 Minuten vergehen wie im Flug und ich bin sehr stolz auf meine Kinderschar.

Als ich mich verabschiede, sehe ich strahlende Augen. „Bis zum nächsten Mal!“ rufen sie mir zu. „Ja, bis zum nächsten Mal“, wenn wieder die gesamte Grundschule vor der Tür steht.

Eure Lea

Foto: OZEANEUM Stralsund

Hochturbulenzen

Hallo!

Ich habe lange nichts von mir hören lassen. Fast drei Monate. Ich muss sagen, das kommt davon, weil jetzt die Hochsaison im OZEANEUM angelaufen ist und alles auf Hochtouren läuft. Jeder hat den ganzen Tag zu tun. Viele Klassen und Familien strömen durch die offenen Tore in die weiten Hallen des Hauses. Es ist rappelvoll!

Für mich ist es schön mit anzusehen. Falls es mir gar zu voll wird, wenn ich für Führungen etwas in den Ausstellungen recherchieren möchte, weiß ich mir zu helfen. Ich kenne jeden Winkel, jeden Geheimgang des Hauses und das ist sehr nützlich um aus der Menschenmenge heraus, zu einem ruhigen Plätzchen zu finden.

Durch die hohen Besucherzahlen habe ich nun die Chance, eigene Führungen, Rallyes und Themenwerkstätten zu übernehmen. Entdecker-Tour, Forscher-Tour sind momentan meine Spezialität.

Wollt ihr wissen, wie so etwas abläuft?

Ich erzähle es euch gerne:

Die Gruppe, die uns besucht, hat sich vorher bei uns angemeldet. Damit wir wissen, wann sie kommen, mit wie vielen Personen und welches Programm sie gerne haben möchten. Das geben unsere Museumspädagogen in den Rechner ein, um den Antrag zu speichern. Wir bereiten uns gründlich auf die Klassen und das gebuchte Programm vor.

Dann ist es soweit und die Klasse steht vor der Haustür. Ich stehe meist schon in der Eingangshalle und warte bereits auf meine Gruppe. Höchstwahrscheinlich zusammen mit einer meiner Kolleginnen aus dem 5- Köpfigen Team der Museumspädagogik. Ich fange die Gruppenleiterin ab und begrüße sie und ihre Gruppe. Zusammen geht’s in die Ausstellung aus dem unruhigen Foyer heraus. Die Klasse, egal ob 5., 6., 7., 8., 9. oder 10. ist meist aufgeregt, genau wie ich. Da sind wir dann ein lustiger Haufen, aber mit der Zeit nimmt die Aufregung beidseitig ab und wir werden zu einem guten Team, das entspannt durch die Ausstellung flaniert. Meine Arbeit macht mir sehr viel Spaß, obwohl ich vor jeder Führung ein gewaltiges Herzrasen bekomme, wenn ich mit dem Fahrstuhl in das Foyer herunter fahre um auf meine Gruppe zu warten.

Neben meinen Aufgaben im OZEANEUM habe ich zusammen mit drei weiteren Stralsunder FÖJlern ein Projekt auf die Beine gestellt. „Aktiv gegen Müll im Meer 2014“

Wir wollen uns für unsere Umwelt stark machen und die Gesellschaft zum Mitmachen auffordern.
Im Rahmen unseres Freiwilligen Ökologischen Jahres möchten wir zeigen, dass es Spaß machen kann sich für eigene Ideen zu engagieren. Als FÖJler agieren wir nicht nur in unseren Einsatzstellen. Wir haben auch die Möglichkeit uns mit anderen Freiwilligen in Verbindung zu setzen und über unseren jeweiligen Träger eigene Interessen zu vertreten.
All dies findet sich in einem Projekt wieder:„Aktiv gegen Müll im Meer“, das sich mit dem Jahresthema „Kein Plastik Meer“ der Häuser OZEANEUM und MEERESMUSEUM verbindet.

Das Projekt gliedert sich in drei Aktionen:

1. Kunstprojekt „Mach Kunst mit Müll“ – Aktionsbild

2. Offene, familiengerechte Stationsreise im MEERESMUSEUM und OZEANEUM

3. Aktionsinformationsstände in der Stralsunder Innenstadt

In meinem nächsten Bericht erzähle ich euch mehr!

Bis dahin
Ahoi
Eure Lea!

Unsere FÖJ'lerin Lea im OZEANEUM (Foto: OZEANEUM Stralsund)

Aktion: „Gegen Müll im Meer 2014“

Am 18 Juni startete unser FÖJler Projekt „Gegen Müll im Meer 2014“ mit der Auftaktaktion: „Mach Kunst mit Müll“. Die Idee der Kunst: An den Stränden liegt viel Plastikmüll, der sich die Küsten entlang zieht. In einer Müllsammelaktion unserer FÖJ-Gruppe haben wir Müll an den Stränden rund um Stralsund gesammelt. Der gesammelte Müll wurde gesäubert, sortiert und geordnet (Müllmonitoring). Nach dem Sortieren erfolgte das Verarbeiten des „Strandguts“ auf einer Leinwand. Diese war 1,90 m x 1,40 m groß und wurde von den Technikern des OZEANEUMs gebaut. Aufgrund ihrer Größe bot die Leinwand viel Spielraum für Kreativität und künstlerische Freiheit. Durch die Kombination aus Farbe und Müll entstehen ungewohnte Konturen und Dimensionen. Nach den Grundregeln des Action-Paintings hat jeder dem Bild seinen eigenen Ausdruck verliehen, jeder befand sich in Aktion und im Ausleben seines Künstlerherzens. So wurde der Titel zur Aufforderung: „Mach Kunst mit Müll!“. Das künstlerische Aktionsbild aus Müll ist ein Produkt unserer FÖJ-Gruppe, die es zusammen mit interessierten Menschen erarbeitet hat. An durch FÖJler betreuten Ständen, konnte rund um das Thema Meere gebastelt und geforscht werden.

Am 23.06 und am 12.07. waren wir in der Innenstadt Stralsunds anzutreffen. Bewaffnet mit Plastikmüll, Geisternetzen, Schätzplakaten, einer Sandwühlbox und einem Angelspiel für Kinder zogen wir los und sprachen ahnungslose Passanten an, um über das altbekannte Thema: PLASTIK zu reden. Unsere sogenannten Straßenaktionsstände. Es hat viel Spaß gemacht, die Menschen in wilde Gespräche zu bringen, da es wirklich gute Diskussionen waren, in die ich am Ende verwickelt war. Ich weiß, dass es meinen Mitstreitern ebenso erging.

Ein großer und schöner Teil des Projektes fehlt noch: die Stationsreise: „Reise mit Theo durch die Welt.“ Der Eröffnungstag war der 02.07. im OZEANEUM. Der Titel verrät den Inhalt. Es geht um den kleinen Anemonenfisch Theo, der sich durch die Weltmeere schlägt um sein zu Hause vor der Plastikgefahr zu retten. Unterwegs trifft er gute Freunde, die ihm helfen und ihm Mut machen weiter zu kämpfen. Die Kinder begleiten Theo bei seinem Abenteuer und reisen mit ihm und einem Reisepass von Station zu Station. Dabei lösen sie Rätsel und schwierige Aufgaben und dürfen sich ebenfalls als Meeresretter versuchen.

Eure Lea!

FÖJ'lerin Lea bei ihrem Projekt "Kunst gegen Müll" (Foto: OZEANEUM Stralsund)

Reflexion

Das Projekt „Aktion gegen Müll im Meer 2014“ hat nun sein Ende gefunden. Ebenso wie mein FÖJ hier in Stralsund im OZEANEUM. Ich stehe nun hier, an einem Ort, von dem ich die Möglichkeit habe, Dinge rückblickend zu betrachten.

Weihnachtswerkstattsallerlei, Ostereiersuche, viele Minis im Museum, eigene Rallyes, erste Entdecker-Touren, Forscher-Touren, Tag bei den Aquarianern hinter den Kulissen, Tage im Besucherservice, eigene Highlightführungen, Aktion gegen Müll 2014, Bastel- und Mikroskopierwerkstätten und Erlebnisführungen. Ja, nicht zu vergessen, mein eigenes kleines Aquarium, um das ich mich kümmern durfte. Das Aquarium war mein Ruhepol, neben dem Tohuwabohu aus kleinen und großen Leuten im Museum. Mit drei wundervollen Krabben, drei Seesternen und allerhand fusseligen Algen. Denen ich den Putzkrieg erklärte, als sie sich dreist auf den Abfluss setzen, um ihn dann zu blockieren, um damit das Aquarium zum Überlaufen zu bringen.

Gestern, am 22.08.2014 war es soweit ich durfte auch die Pinguine selber füttern. Die kleinen Strolche im schwarzen Frack. Sie sind bezaubernd eigensinnig und stur. Und sie sind es nicht gewohnt, dass ihnen eine knallrote Cordhose gegenüber sitzt. Sie kennen nur die dunkelblauen Hosen ihrer Lieblingsaquarianer, die sich täglich füttern. Aber einer roten Hose standen sie sehr skeptisch gegenüber, fast etwas schüchtern, kamen sie nur langsam näher um die Hose zu begutachten. Der junge, von Hand aufgezogene Pinguin, traute sich am weitesten zu mir und fing an in meine Hose und Schuhe zu zwicken. Dabei war er eifrig bei der Sache und ich muss schon sagen, das ist ein frecher kleiner Kerl.

Das Projekt „Aktion gegen Müll im Meer 2014“ ist durch die Unterstützung des Deutschen Meeresmuseums ermöglicht und erfolgreich beendet worden - durch die Beihilfe zur Eigen- und Projektorganisation, der Bereitstellung von zahlreichen Materialien und den guten Transportmöglichkeiten.

Besonderen Dank für die engagierte Hilfe aus dem Bereich der Technik für alle Fragen und Bitten von mir! Ich konnte mich auf euch verlassen, beim ständigen Hin und Her zwischen MEERESMUSEUM und OZEANEUM. Bei Farbe, Pinsel und Stellplatz. Es war wahrlich ein starkes Zusammenspiel aus allen Abteilungen: Museumspädagogik, Marketing, Besucherservice, Technik und Aquarium. Alle haben geholfen! Vielen, vielen Dank an euch liebe Arbeitskollegen(innen) aus dem OZEANEUM und MEERESMUSEUM.

Ebenso entsende ich ein großes Lob an mein eigenes Team: an Lea aus dem WWF, Julia aus der Schweinswalforschung des Deutschen Meeresmuseum und Janek aus der Museumspädagogik aus dem MEERESMUSEUM. Das habt ihr wirklich sehr gut gemacht, ihr seid großartig! Und ich muss jetzt leider den klischeehaften Satz sagen, denn er ist in diesem Fall einfach treffend, ohne euch wäre das Projekt nicht so groß und schön geworden, alleine hätte es wahrlich nicht funktioniert! Dankeschön!

Das Jahr hatte seine Höhen und Tiefen, seine Winter- und Sommermonate. Es war eine Herausforderung für mich. Dabei war es sehr schön in einen netten, aufgeschlossenen Team arbeiten und wachsen zu dürfen. Auch dafür ein riesiges DANKE!

„Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte. Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen! Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag Innezuwerden, daß ich nie gelebt hatte.“ Henry David Thoreau (1817–1862) in seinem Buch Walden, verwendet als Motto für den Club der toten Dichter

Damit ende ich hier und beginne neu in der Ferne.

Eure Lea!

Unsere FÖJ'lerin Lea auf der Dachterasse des OZEANEUMsn mit den Humboldtpinguinen (Foto: OZEANEUM Stralsund)