Lösungswort

Lösungswort

Habt Ihr alle Aquarienbewohner gefunden? Das Lösungswort des Rätsels lautet dann Biodiversität. 2010 ist das Internationale Jahr der Biodiversität. Deshalb ist Biodiversität ist auch das Thema des Jahres 2010 im Deutschen Meeresmuseum. Doch was ist das überhaupt?

Biodiversität ist der Fachbegriff für biologische Vielfalt. Es gibt drei verschiedene Arten von Biodiversität:

1. Die Vielfalt der Ökosysteme oder Lebensräume

Ein Ökosystem ist meistens ziemlich kompliziert. Es ist das Zusammenspiel einer Lebensgemeinschaft mit ihrem Lebensraum. 

Der Lebensraum eines Tieres ist die Umgebung in der es Nahrung und Schutz findet und wo es sich fortpflanzen kann. Ein Beispiel für einen Lebensraum in der Ostsee ist der Bodden.

Bodden sind durch Landzungen oder Inseln vom offenen Meer abgetrennte Küstengewässer. Da sie nur wenige Meter tief sind erwärmen sich die Bodden im Sommer schneller als die offene Ostsee. Einmündende Fließgewässer liefern laufend Süßwasser und der Wasseraustausch mit dem offenen Meer ist gering. Deshalb ist der Salzgehalt der Bodden niedriger als im offenen Meer. Die Bodden sind ein Lebensraum für zahlreiche Fische, Pflanzen, Vögel, Schnecken und Krebse. Felsküsten, Sandböden und Seegraswiesen sind weitere Beispiele für Lebensräume in der Ostsee.

2. Die Vielfalt der Arten

Arten sind Gruppen von Lebewesen, die sich untereinander vermehren können und aufgrund von Vererbung mehr Ähnlichkeit untereinander als mit anderen Arten haben. Wie viele Arten es auf der Erde genau gibt ist unbekannt. Beschrieben sind bisher etwa 2 Millionen Arten. Forscher rätseln noch über die Gesamtzahl der Erde. Die meisten schätzen jedoch dass es zwischen 10 und 30 Millionen sind. Pro Jahr werden etwa 25000 Arten neu beschrieben. Trotzdem gehen Schätzungen davon aus, dass die Artenvielfalt in den letzten 40 Jahren um mehr als ein Viertel gesunken ist.

3. Die genetische Vielfalt innerhalb von Arten

Hierbei kommt es auf die Unterschiede in der Erbinformation einer Art an. Als Faustformel gilt: je geringer die Unterschiede in der genetischen Information zweier Lebewesen sind, desto enger sind diese miteinander verwandt. Aufgrund dieser Unterschiede lassen sich Abschätzungen machen, vor wie vielen Jahren ihr letzter gemeinsamer Vorfahre gelebt hat. Mit Hilfe genetischer Verfahren können nicht nur Stammbäume erstellt, sondern auch sehr ähnlich aussehende Arten unterschieden werden.